Maschinenbau auf Wachstumskurs

GiNN-BerlinKontor.—Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.( VDMA) – er vertritt über 3000 Unternehmen – rechnet für 2012 mit einem absoluten Rekordumsatz von € 209 Milliarden. “Das ist der höchste Umsatz, den die Maschinenbauindustrie je erreicht hat“, erklärte VDMA-Präsident Thomas LINDNER in Berlin. Hier fand der 6. Deutsche Maschinenbau-Gipfel am 23./ 24. Oktober statt, an dem auch Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU), Wirtschaftsminister Philipp RÖSLER (FDP) und Bundesfinanzminister Wolfgang SCHÄUBLE (CDU) teilnahmen..

Vor zehn Jahren lag der Umsatz der Maschinenbauindustrie bei noch bei € 133 Milliarden. „Das heißt, wir haben in zehn Jahren 57 % – also mehr als die Hälfte zugelegt“, berichtete Lindner. Entscheidend dafür sei die weiter fortschreitende Internationalisierung. Die Exportquote sei in den letzten zehn Jahren von 68 % (2002) auf rund 75 % (2011) gestiegen. Deutschland sei nach wie vor Maschinenbau-Exportweltmeister.
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Im Juli 2012 beschäftigten die deutschen Maschinenbauer 974.000 Mitarbeiter. Das heißt, sie haben insgesamt innerhalb eines Jahres von Juli 2011 bis Juli 2012 einen Zuwachs von 43.000 Arbeitsplätzen zu verzeichnen. „Dieser Aufbau ist und bleibt Beleg dafür, auf welch gutem Weg die Maschinenbauindustrie als größter industrieller Arbeitgeber ist“, sagte der VDMA-Präsident.

Die deutsche Maschinenbauindustrie unterstütze die Forderung von EU-Kommissar Antonio TAJANI, der den Anteil der Industrie in Europa von derzeit 16 % bis 2020 wieder auf 20 % steigern will.

In Deutschland müsse alles getan werden, um „Wertschöpfungsketten zu sichern“, so der Appell des VDMA-Präsidenten an die deutsche Politik. „Das System der gegenseitigen Zusammenarbeit ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für die gesamte deutsche Industrie und in dieser Dichte ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Diese Technologiekette umfasst aber auch eindeutig die sogenannten energieintensiven Unternehmen, wie z. B. aus Stahl- und Chemischer Industrie. Sie sind unverzichtbarer Teil unseres gemeinsamen Erfolges, erbringen wichtige Innovationsleistungen für das gesamte verarbeitende Gewerbe und sind damit mitentscheidend für den Erfolg des Standortes Deutschland.“ Lindner sprach sich dafür aus, dass die energieintensiven Unternehmen, die im harten internationalen Wettbewerb stehen, von der EEG-Umlage ausgenommen werden. „Das ist häufig überlebenswichtig“, betonte der VDMA-Präsident.

Aus Sicht der Maschinenbauer sind de immer wieder in Wahlkämpfen aufflammenden Diskussionen über höhere Steuern „extrem schädlich“, unterrstrich Lindner. „Ich wundere mich schon, dass vor dem Hintergrund von Rekordsteuereinnahmen der Öffentlichen Hand immer wieder die Neid-Diskussion über die Vermögenssteuer und die Erbschaftsteuer aufflammt.“ Gerade eine zyklische Industrie wie der Maschinenbau benötige Eigenkapital für die Vorfinanzierung von Aufträgen oder um zyklische Abschwünge ausgleichen zu können. Lindner forderte: „Wir brauchen diese finanzielle Luft, um mit den internationalen Zyklen zu atmen. Nur so – und das ist eine der wichtigsten Lehren der vergangenen Krise – können wir die Zukunft meistern. Deshalb ist meine klare Forderung, dass die Politik endlich aufhört, aus wahltaktischen Gründen mit Substanzsteuern die Kraft unserer Unternehmen zu unterminieren.“ (Quelle. VDMA WEB-BOX)

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