Mali: Paris schickt Truppen

GiNN-BerlinKontor.-–Frankreich hat mit regulären Truppen in die Kampfhandlungen in der westafrikanischen Republik Mali eingegriffen. Malis Präsident Traoré DIONCOUNDA erklärte am 11.01. den Ausnahmezustand und forderte die Bevölkerung auf, die von “islamischen Rebellen” besetzten Landesteile Malis zurückzuerobern. Er bestätigte das Eingreifen “ausländischer Freunde”. So unterstützen auch Soldaten aus Niger und Senegal die Regierungstruppen.

Frankreichs Präsident Francois HOLLANDE begründete das Eingreifen der französische Armee mit dem Hinweis, in Mali stehe „die Existenz eines befreundeten Staates auf dem Spiel”.- “il en va  de l’existence même de cet Etat ami.”  Die Operation, die auf Bitten der malischen Regierung erfolge, werde ” so lange dauern, wie es notwendig ist“, sagte Hollande in einer TV-Ansprache. Frankreich handele im Rahmen des UN-Mandats.

Die französische Luftwaffe flog Einsätze im Süden Malis, wo islamische Kräfte bei Timbuktu und Goa weiter vorstiessen, so Frankreichs Außenminister Laurent FABIUS vor der internationalen Presse in  Paris.

LE FIGARO (Paris) hatte gemeldet, auch deutsche Bundeswehr-Soldaten seien an der Seite der Franzosen in Mali im Einsatz. Auf einem Landkartenausschnitt waren ein “déploiment de militaires francais et allemands” mit deutschen und französischen Nationalflaggen eingezeichnet. Die deutsch-französische Einheit sei in der Nähe des Flughafens in Sévaré , dem Aéroport Mopti Ambodedjo (MZI) in der Nähe des Ortes Mopti, stationiert,  so Le Figaro. Das Bundesverteidigungsministerium in Berlin dementierte dieses Bericht.

Außenminister Guido WESTERWELLE (FDP) erklärte in Berlin, ein Kampfeinsatz der Bundeswehr in Mali sei “derzeit auszuschliesen”. Eine nur-militärische Lösung werde es nicht geben. Der Minister betonte, Frankreich handele auf Bitte der malischen Regierung und “auf der Grundlage des Völkerrechts”. Die radikalen Rebellengruppen – so Westerwelle – sollten ” endlich ihre Angriffe auf die Integrität des malischen Staates einstellen.”

Das US-Verteidigungsministerium hatte bereits im Dezember 2012 darauf hingewiesen, dass die USA die Regierungstruppen im Nordern Malis in ihrem Kampf gegen die “anwachsende Präsenz von Al Qaida-Terroristen” logistisch und bei der Ausbildung unterstützen. “U.S. Africa Command, is actively supporting the military planning effort….American assistance includes training and equipping African forces preparing to deploy to northern Mali, advice and additional planning support.”

Die Rebellen in Mali sollen von der  „Organisation al-Qaida des Islamischen Maghreb“  bewaffnet worden sein.  Die US-Regierung stuft sie als  ”die  best-organisierteste und eine der gefährlichsten Terrorgruppierungen der Welt” ein. Geheimdienste berichteten  über Waffenlieferungen  von  ”panzerbrechenden Granaten und Luftabwehrrakten aus geplünderten libyschen Armeedepots”.(Quellen:le figaro/le monde/AA/DoD)

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