Lob für Deutschland aus dem Ausland

GiNN-BerlinKontor.–Nach einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung  (KAS)  zeigen die  zentralen Konjunkturdaten,  dass Deutschland gut durch die Wirtschaftskrise gekommen ist.  Die Wirtschaft wachse und die Arbeitslosenzahlen wiesen eine erfreuliche Tendenz nach unten aus. Insbesondere die Industrie zeige nach einer tiefen Krise einen deutlichen Aufschwung.  Die positive Entwicklung  – prognostziertes Wachstum von 2 % – zeige, dass  “die Maßnahmen zur Überwindung der Krise – etwa die Kurzarbeit oder Investitionen im kommunalen Bereich – erfolgreich gewesen sind”, so die KAS-Studie.

Unter dem Titel “Der Blick von außen”  berichten die 18 KAS-Auslands-Büros,  wie die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im Ausland bewertet wird.  Darin heißt es, die Erholung der Wirtschaft in Deutschland werde allgemein auch als ein Erfolg der CDU/CSU-geführten Regierung Angela Merkels bewertet,  meldet zum Beispiel das KAS-Büro in Warschau.  Es werde jedoch von den polnischen Medien auch notiert, dass  die “geringe Binnenkaufkraft und der sinkende Lebensstandard in Deutschland ein Preis für die Aufrechterhaltung der hohen Export-Rate sei”.

Die Soziale Marktwirtschaft habe sich bewährt. Politik und Sozialpartner hätten in Deutschland während der Krise  “verantwortlich gehandelt”. Konjunkturprogramme, Deutschland-Fonds, Kurzarbeitergeld, Zeitarbeit und Lohnzurückhaltung hätten ihre Wirkung gezeigt, so die Studie.  “Der glaubwürdige Beginn der Konsolidierung ist mit der Schuldenbremse und dem Sparpaket auf den Weg gebracht. Weitere Reformen, unter anderem im Bereich der Steuervereinfachung und-struktur sowie der Gesundheits- und Pflegekosten, werden folgen.”

Kritische Stimmen kommen aus Frankreich. Hier schrieben Kommentatoren, die deutsche wirtschaftliche Entwicklung  stelle lange nicht so positiv dar, wie angenommen werde. Die deutsche Wirtschaftspolitik führe die Verschuldung zurück, friere Löhne und Gehälter ein und steigere die Wettbewerbsfähigkeit auf Kosten seiner Nachbarn, um Exporte zu erhöhen. Die dadurch in Deutschland entstandenen Handelsüberschüsse seien zu hoch und führten zu erheblichen Ungleichgewichten innerhalb der Eurozone und Leistungsbilanzdefiziten einiger Partne,  daneben verringere diese Politik nicht nur die deutsche Binnennachfrage, sondern beschränke auch die Liefermöglichkeiten Europas auf den deutschen Markt.

In Italien stiessen die aktuellen deutschen Wirtschaftsdaten laut KAS-Studie auf ein positives Echo. Vor allem die
Entwicklung des Arbeitsmarktes in Deutschland rufe große Bewunderung hervor. So berichtete zum Beispiel Il sole 24 ore, Italiens wichtigste Wirtschaftszeitung, die Arbeitslosigkeit in Deutschland sei auf den niedrigsten Stand seit 1992 gesunken. Damit gebe die Bundesrepublik ein positives Beispiel innerhalb der EU, in der ansonsten die Arbeitslosigkeit weiter gestiegen sei. Dieses „Wunder“ sei aufgrund der steigenden Nachfrage aus dem Ausland möglich geworden, Deutschland könne aufgrund des Exportes „lachen“, so Il sole 24 ore.

Weiter heißt es, die deutschen Unternehmen hätten sich in den vergangenen Jahren ideal neu positioniert. Die Konzentration auf neue Wachstumsmärkte in Asien und Südamerika zahle sich heute aus. Darüber hinaus profitiere die deutsche Exportwirtschaft sehr stark vom im Vergleich zum Dollar sinkenden Eurokurs. Auch in Italien sind die Exporte um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, aber dies hat sich noch nicht in positiver Form auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft werde – so die Tageszeitung Libero – in den kommenden Monaten weitergehen, sich allerdings aufgrund der Auswirkungen des Sparpakets der Regierung etwas verlangsamen. Eine positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft sei auch für Italien gut, da beide Volkswirtschaften eng miteinander verzahnt seien.
Die KAS unterhält 67 Büros im Ausland – unter anderem  in Argentinien, Peru, Venezuela, Afghanistan, China, Brasilien, den Golf-Staaten, Indien, Israel, Kenia, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Spanien und den USA.

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