Libyen: Militärische Operationen von Kreta aus

GiNN-BerlinKontor.—Die Amerikaner haben auf der griechischen Insel Kreta Evakuierungsschiffe und Marineinfanteristen der 2nd Marine Expdetionary Unit (US Marines) zusammengezogen. Im Hafen und in der Bucht von Souda ankern der US-Hubschrauberträger USS Kearsarge sowie das amphibische Landungsschiff USS Ponce. Beide US-Kriegsschiffe gehören zur Kearsarge Amphibious Ready Group .Die Kearsarge (LHD-3) ist ein amphibisches Angriffsschiff der United States Navy und gehört zur Wasp-Klasse.  Mehrere C-130J Super Hercules -Flugzeuge der US-Luftwaffe flogen von der Ramstein Air Base in Deutschland nach Pisa/Italien, wo sie Versorgungsgüter, Zelte und Medikamente nach Djerba in Tunesien flogen, um den zehntausenden von Flüchtlingen aus Libyen zu helfen.

Auch der deutsche Verteidigungsminister verlegte Bundeswehr-Kräfte für militärische Evakuierungsoperationen (MilEvacOp) in den Mittelmeerraum. Wie das Bundesverteidigungsministerium mitteilt, stehen unter Führung des stellvertretenden Kommandeurs der Division Spezielle Operationen (DSO), Brigadegeneral Volker BESCHT, neben dem Einsatz- und Ausbildungsverband der deutschen Marine  (EAV) auf Kreta nun auch zwei Transall-Transportflugzeuge  mit Sicherungskräften vom Fallschirmjägerbataillon 373  und vom Feldjägerbataillon 252  “für mögliche Einsätze” bereit, so das BMVg. “Die DSO hält Kräfte für die nationale Risikovorsorge vor, um auch kurzfristig derartige Operationen führen zu können.”

Die Division Spezielle Operationen (DSO) des deutschen Heeres bündelt fast alle luftlandefähigen Kräfte und Spezialkräfte des bundesdeutschen Heeres. Die DSO  ist vor allem “für Spezialmissionen” zuständig,  “die nicht dem klassischen Kampf hoher Intensität gegen militärisch organisierte Kräfte entsprechen.”  Teile der Division sind als Eingreifkräfte klassifiziert.

Das BMVg beschreibt einen Rettungseinsatz im “Feindgebiet” wie folgt: “Nur eine Nacht verging, bis die beiden Transportflugzeuge ihren Einsatzbefehl erhielten. Das Ziel war der Flughafen der Wüstenstadt Nafurah im südöstlichen Teil Libyens. die Landung im völlig unüberschaubaren Krisengebiet war für die Soldaten nicht ohne Risiko. Es bestand die Gefahr, dass der libysche Diktator, Muammar al-Gaddafi, die besetzten Ölanlagen der Stadt bombardieren und so auch die dort tätigen Europäer gefährden könnte. Was die Soldaten nach der Landung in einem vom Bürgerkrieg erfassten Land erwartet, ist unklar. Es gilt, den Überraschungsmoment zu nutzen: Geheimhaltung in der Vorbereitung, Überraschung im Ansatz der Kräfte und schnelles, zielgerichtetes Handeln in der Durchführung sind für den Erfolg ausschlaggebend.”(Quellen: defense gov./BMVg)

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