Kritik zum NS-Kunstraub

GiNN-BerlinKontor.–-Die Bundesrepublik Deutschland gerät wegen des “Münchner Kunstraubes” immer stärker ins Kreuzfeuer der Kritik. Nicht nur durch diplomatische Kanäle, vor allem durch die Medien in USA und in Israel wird Berlin gedrängt und aufgefordert, die über 1400 Kunstwerke des Cornelius Gurlitt in München als “NS-Kunstraub” und die rechtmäßigen Erben und ihre juristischen Ansprüche anzuerkennen. Viele Prominente der internationalen Kunstszene hätten seit langem kritisiert, dass Deutschland die “Kunst-Wiedergutmachung” zu undurchsichtig und schleppend behandele, schreibt The Wall Street Journal: “Many prominent people in der international art world have long said that Germany’s procedures on art restitution are languid and opaque.”

Die US-Botschaft in Berlin habe die “mangelhafte Transparenz” der deutschen Behörden in dieser Frage kritisiert und Berlin aufgefordert, “to change its domestic regulations to uphold its international commion art restitution.” Israel habe sich zudem besorgt gezeigt, deutsche Museen könnten Informationen über die wahre Herkunft der Bilder zurückhalten: “Israel is concerned that German museums could be ‘hiding’ information about the provenance of works.”

Von den über 1400 sichergestellten Kunstwerken sollen insgesamt etwa 590 der Bilder durch die National-Sozialisten geraubt worden sein. Weitere 380 werden der “Entarteten Kunst”  zugerechnet.

Das WSJ verwies auf das in Berlin zuständige Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV), das dem Bundesfinanzministerium untersteht. Das BADV und auch ein Sprecher der Bundesregierung hätten bisher Anfragen entweder  nicht beantwortet oder diesbezügliche Stellungsnahmen abgelehnt.

Das BADV über die Aufgabe der Behörde: “Im Bereich der offenen Vermögensfragen besteht unsere Aufgabe in der Wiedergutmachung von Vermögensverlusten im Zeitraum 1933 bis 1989… In Vermögensfragen setzt das BADV alles daran, die noch offenen Fälle zu unrechtmäßigen Vermögensverlusten aus der Zeit des Nationalsozialismus im Wesentlichen bis Ende 2018 abzuschließen und damit einen Beitrag für die Wiedergutmachung zu leisten.”

Seit seiner Gründung zum 1. Januar 2006 hat sich das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV) zu einem zentralen und gefragten Dienstleister für Ministerien und Behörden der Bundesverwaltung entwickelt. Im Bereich Offene Vermögensfragen setzt das BADV alles daran, die noch offenen Fälle zu unrechtmäßigen Vermögensverlusten aus der Zeit des Nationalsozialismus im Wesentlichen bis Ende 2018 abzuschließen und damit einen Beitrag für die Wiedergutmachung zu leisten. (Quellen: WSJ/badv de)

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