Kritik an deutscher Aussenpolitik hält an

GiNN-BerlinKontor.–-Die heftige Politik an der neuerlichen, deutschen Außen- und Sicherheitspolitik hat sich nach dem deutsch zelebrierten NATO-Treffen in Berlin keineswegs gelegt.  Man ist und bleibt besorgt über den radikalsten Schwenk einer deutschen Nachkriegs-Regierung. Auch  The NEW YORK TIMES kommentiert die nachhaltige Enttäuschung Washingtons über die  “dramatische Umkehr” Berlins von den bisherigen außenpolitischen “Regeln” mit der Empfehlung an den US-Präsidenten Barack  H. OBAMA, sich künftig in Europa nur noch auf Frankreichs Präsidenten Nicolas SARKOZIY zu konzentrieren. “Strategische Unterstützung” sollte Obama nicht mehr bei der deutschen Bundeskanzlerin Angela MERKEL suchen. Denn: “Sarkozy ist ein Macher, während es Frau Merkel vorzieht, zu manövrieren”.  “Sarkozy is the doer, Merkel the maneuverer”, so die NYT.

Mit der schwammige Haltung der Deutschen  (“wobbly standing”) bei der Abstimmung zur Libyen-Resolution im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hätte sich die Merkel-Westerwelle-Administration an die Seite der BRIC-Staaten – Brasilien, Russland, Indien und China  – gestellt und   g e g e n   die engsten Verbündeten  Frankreich und die Vereinigten Staaten, erinnert die New Yok Times.  Deutschland habe versagt:  “Gemany Flops“.

Der Autor des Artikels, Roger Cohen,  unterstellt der Bundesregierung in Berlin “pazifistische Tendenzen”  (“pacifist-trending ally Germany”).  Dieses verunsicherte Deutschland sei  “abgedriftet” und  “nicht in der Lage zu führen” (“Germany is unprepared to lead despite her power”).

Cohen glaubt, dass Deutschland nunmehr  eine “Ära der Ambivalenz und der nationalistischen Kalkulation” beschritten habe.  Während sich die “post-war diplomacy” Frankreichs auf dem Höhepunkt befinde, habe die deutsche Diplomatie ihren Tiefpunkt erreicht, so die New York Times am 17.04.2011.

Weiter schreibt die NYT, die Integration Europas sei zum Stillstand gekommen und solange der anhalte, sei auch die Zukunft des EURO in Gefahr.

Zuvor hatte schon DIE WELT notiert: “In jedem Gespräch, das man in jüngster Zeit mit ausländischen Beobachtern führte, stand seit der fatalen Enthaltung der Deutschen im UN-Sicherheitsrat die Frage im Raum: Warum nur, Deutschland, warum? Das Kopfschütteln darüber hält immer noch an. Etwas ist zu Bruch gegangen, ein Band ist gerissen, eine Gewissheit geschwunden, und keiner sage, das sei nicht so wichtig, das vergehe schon.” (WELT 08.04.)

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