Krim: Erneutes Säbelrasseln

GiNN-BerlinKontor.–-Riskiert Putin eine weitere militärische Operation in Richtung Ukraine? Der russische Präsident Wladimir PUTIN informierte am 12.08. telefonisch Bundeskanzlerin Angela MERKEL und Frankreichs Präsident Francois HOLLANDE über ein erneutes ”provokantes Vorgehen der ukrainischen Truppen”, so das Presseamt des Kreml. Putin habe beide aufgefordert, bei ihren bevorstehenden Kontakten mit Präsident Petro POROSCHENKO auf die ukrainische Seite “aktiven Einfluss zu nehmen, um die strikte Erfüllung der Minsker Vereinbarungen zu gewährleisten”.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter STEINMEIER hat sich besorgt über die jüngste Zuspitzung auf der Krim  geäußert. Der WELT am SONNTAG (14.08.) sagte er: “Niemand kann in der ohnehin schwierigen Situation ein Interesse an einer weiteren Eskalation haben. Wir erwarten von allen Seiten, dass sie alle Schritte unterlassen, die zu einer weiteren Verschärfung der Lage führen könnte. Wir erwarten zudem, dass die Vorgänge objektiv nachprüfbar aufgeklärt werden. In diesem Sinn stehen wir sowohl mit der Ukraine wie auch mit Russland in Kontakt.”  Steinmeier trifft am 15.08. in Jekaterinburg mit dem russischen Außenminister Sergej LAWROW zusammen.

Der FSB – der Inlandsgeheimdiesnt der Russische Föderation – hatte verbreitet, man habe “ukrainischen Saboteure” auf der Krim verhaftet. Bei einem Feuergefecht mit dieser “Aufklärungsgruppe” seien russische Grenzsoldaten getötet worden. “Mitarbeiter ukrainischer Geheimdienste auf die Krim” seien festgenommen worden.

Der russische “Chef der Republik Krim” Sergej AKSJONOW sprach von einer “Einflussnahme des US-Außenministeriums”. Die Ukraine allein hätte für so eine Aktion “nicht genug Mut.”  Die Führung auf der Krim behauptete zudem, Kämpfer der Terrormiliz IS würden an der nördlichen Grenze zur Krim in “Trainingslager” der Ukraine ausgebildet.

Kiew hat alle Vorwürfe der russischen Seite als “Falschinformationen” zurückgewiesen. Die Ukraine erobere ihr Territorium nicht mit militärischen Mitteln zurück und werde dies auch nicht tun. Präsident Pedro POROSCHENKO bat die internationale Gemeinschaft um Beistand und versetzte die ukrainische Armee in erhöhte Gefechtsbereitschaft.

Sputniknews meldete, die russischen Geheimdienste gingen von drei Versionen aus die sich gegenseitig nicht ausschließen, sondern vielmehr ergänzten.

1. Die “Überfälle” dienten der Vorbereitung von Terroranschlägen und sollten zugleich die Touristen von Reisen auf die Schwarzmeerhalbinsel abschrecken.

2. Ausländische Interessenten wollten Russland in einen Krieg auf dem Territorium der Ukraine verwickeln und

3. die “Sondereinheiten der ukrainischen Militäraufklärung” hätten Geheimunterlagen und Wertgegenstände “kiewtreuer Regionalmachthaber” zurückholen wollen, die während der anti-ukrainischen Unruhen im Frühling 2014 dort vergraben wurden.

Der russische “Chef der Republik Krim” Sergej AKSJONOW sprach von einer “Einflussnahme des US-Außenministeriums. Die Ukraine hätte für so eine Aktion “nicht genug Mut.” Die Führung auf der Krim behauptete zudem, Kämpfer der Terrormiliz IS würden an der nördlichen Grenze zur Krim würden in “Trainingslager” der Ukraine ausgebildet.

Trotz der ukrainischen Dementis bleibt Russland dabei: “Es wurden 20 selbst gebaute Sprengsätze mit über 40 Kilogramm TNT, Waffen und verschiedene Zünder, Splitterbomben und Magnetminen, Handgranaten sowie spezielle Waffen der ukrainischen Spezialkräfte gefunden”, berichtete der FSB laut sputniknews..

Alexander HUG, stellvertretende Leiter der zuständigen OSZE-Mission, erklärte, seine Beoabachter hätten keine Hinweise auf ukrainische Spezialkräfte auf der Krim gefunden, die Sabotage-Akte beabsichtigt hätten. An den Grenzübergängen zur Ost-Ukraine habe die OSZE auch keine zusätzlichen russischen Soldaten gesichtet.

Wie Beabachter jedoch meldeten, führen beide Seiten in der Grenzregion zur Krim bereits “Manöver” durch. (Quellen: auswaertiges-amt.de/WamS/RT/sputniknews.de)

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