Konsumklima bleibt konstant

GiNN-BerlinKontor.—– Die “uneinheitliche Entwicklung der Verbraucherstimmung” setzte sich auch im Juli fort, so die aktuelle GfK-Konsumklimastudie für Deutschland. Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung konnten ihr derzeit sehr gutes Niveau weitgehend halten. Letztere verzeichnen moderate Zuwächse, während die Einkommensaussichten leicht verlieren. Dagegen trüben sich die Konjunkturaussichten weiter ein. Der Gesamtindikator prognostiziert nach 5,8 % im Juli für August 5,9 %.

GfK: “Die anhaltende Banken- und Schuldenkrise in Europa lässt den Konjunkturoptimismus der Deutschen schwinden. Die Verbraucher befürchten zusehend, dass nun auch die deutsche Wirtschaft in den Krisenstrudel gezogen wird. Dies belegt der zweite spürbare Rückgang der Konjunkturaussichten in Folge. Im Widerspruch dazu steht die Einschätzung der privaten Stimmungsgrößen wie Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung. Beide Indikatoren können ihr überaus gutes Niveau auch im Juli halten. Letztere legt sogar noch einmal zu. Die Einkommensstimmung erleidet geringe Einbußen.”

Zum zweiten Mal in Folge müsse die Konjunkturerwartung einen deutlichen Dämpfer hinnehmen, heißt es witer in der GfK-Studie. Mit einem Minus von 8,6 Punkten sei der Verlust fast halb so hoch wie im Vormonat. “Aktuell weist der Indikator einen Wert von -5,6 Zählern auf. Damit ist die Konjunkturstimmung zum ersten Mal seit Dezember letzten Jahres wieder in den negativen Wertebereich, also unter den langjährigen Durchschnittswert von 0 Punkten, gefallen.

Die anhaltende Krise, die sich durch die Finanzprobleme einiger spanischer Banken zuletzt erneut verschärfte, hat die großen europäischen Länder Italien, Spanien und Großbritannien wieder in die Rezession abgleiten lassen. Da diese Länder wichtige Handelspartner sind, dürfte deren wirtschaftliche Schwäche nicht ohne negative Konsequenzen für die Exportentwicklung Deutschlands sein.

Dieser Meinung sei auch die deutsche Wirtschaft, wie der erneute Rückgang des ifo-Geschäftsklimaindex im Juli zeig3e. Die Deutschen gehen laut GfK davon  aus, dass das Bruttoinlandsprodukt nicht mehr so stark ansteigen wird wie noch zu Beginn dieses Jahres. Nach einhelliger Meinung der Experten kann jedoch eine Rezession in Deutschland vermieden werden.

Nach wie vor trotzen die Einkommensaussichten der schwächelnden Konjunkturstimmung. so die Gesellschaft für Konsumforschung. “Die Einkommenserwartung kann im Wesentlichen ihr überaus hohes Niveau halten. Das Minus von 3,8 Punkten im Juli ist sehr moderat und nicht einmal halb so hoch wie der Anstieg von 8,1 Punkten im Vormonat. Damit bewegt sich der Indikator nun seit zwei Jahren – von zwei Ausnahmen abgesehen – jenseits der 30-Punkte-Linie, was eine überaus stabile Entwicklung signalisiert. Aktuell weist die Einkommensstimmung 36,3 Punkte auf.” (Quelle:GfK)

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