Konjunktur und Wachstum bleiben “in Fahrt”

GiNN-BerlinKontor.—Die Konjunkturerwartung ist erneut im Juli 2010 deutlich angestiegen. Auch die Einkommensaussichten legten signifikant zu, die Anschaffungsneigung  ging dagegen leicht zurück.  Der Indikator stieg um 31,3 Zähler auf aktuell 36,8 Punkte. Ein höherer Wert wurde zuletzt im Oktober 2007 gemessen. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies sogar ein Plus von 50,8 Punkten,  so die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg . Laut GfK-Studie  erwarten die Verbraucher, dass sich die Erholung der deutschen Wirtschaft nicht nur weiter fortsetzen, sondern sogar noch “an Dynamik gewinnen” wird. Dieser Konjunkturoptimismus werde durch harte Fakten gestützt.  Wirtschaftsforscher gehen zudem davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen im Herbst dieses Jahres auf unter 3 Millionen sinken könnte.


Das Institut für Weltwirtschaft (DIW) rechnet  mit 2,1 % des Bruttoinlandprodukts (BIP)  Wachstum in diesem Jahr. Nach dem starken Einbruch der Konjunktur im vergangenen Jahr erholt sich die deutsche Wirtschaft offenbar schneller von der Finanz- und Wirtschaftskrise als ursprünglich erwartet. Dies zeigt auch die Entwicklung des ifo-Geschäftsklimaindex, der im Juli 2010 so stark anstieg wie zuletzt nach der deutschen Wiedervereinigung.

Die optimistischeren Konjunktur- und Einkommenserwartungen haben sich im Juli jedoch noch nicht auf die Konsumneigung ausgewirkt. Der Indikator verbucht leichte Verluste in Höhe von 2,5 Punkten. Mit einem aktuellen Wert von 27,9 Punkten ist das Niveau der Konsumneigung jedoch als überaus gut zu bezeichnen und liegt weit über dem langfristigen Durchschnitt, meint die Studie “Konsumklima MAXX” der Gesellschaft für Konsumforschung.

Die GfK-Gruppe ist weltweit Nummer 4 der Marktforschungsunternehmen in mehr Jahr.2009 betrug der Umsatz der GfK Gruppe € 1,16 Milliarden.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer BRÜDERLE (FDP) erklärte zu der GfK-Studie: “Mit der seit dem Frühjahr wieder in Fahrt gekommenen Konjunktur hellt sich die Stimmung der deutschen Verbraucher zusehends auf. Die Konsumenten blicken vor allem wieder deutlich optimistischer auf den Fortgang der weiteren konjunkturellen Erholung, die sich in zunehmendem Maße auch am Arbeitsmarkt durchsetzt. Beschäftigung wird aufgebaut, Kurzarbeit zurückgefahren. Dies stärkt die Zuversicht in die weitere Einkommensentwicklung. Für einen positiven Schubeffekt sorgen darüber hinaus die verschiedenen Entlastungsmaßnahmen bei den Einkommen durch die Politik. Stützend für die Kaufkraft der Verbraucher wirkt sich dabei auch das anhaltend ruhige Preisklima aus.  Die Rahmenbedingungen sind also günstig.  Deshalb rechne ich damit, dass Kauflaune und Konsum im Verlauf dieses Jahres weiter zunehmen und positiv zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beitragen.”

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