Kommunismus-”outing” verstört Die Linke

GiNN-BerlinKontor.-–Nach dem “outing” der DIE LINKE-Chefin Gesine LÖTZSCH (49), die sich bizarr zum Kommunismus äußerte, ist unter den “Sozialisten” der grosse Kater ausgebrochen.  Die eigentlichen Machtstrategen erteilten der ultraroten Gesine eine schwere Rüge – hat sie doch die Katze aus dem Sack gelassen und die anstehenden Landtagswahlen “schwer belastet”.  Lötzsch aber wehrt sich trotzig und nennt die Kritik an ihrem “Bolschewicki-Jargon”  – so ein Berliner Genosse mit dem Schriftzug “Sozialist” auf dem roten T-Shirt – “hysterisch”.  Sie habe mit ihrem Beitrag in ein Wespennest gestochen, freut sich Lötzsch. Die Heftigkeit der Kritik lasse sich nur mit der  “Verunsicherung der bürgerlichen Parteien und Medien” erklären, philosophierte sie vor Genossen in Hamburg und behauptete,  Die Linke habe  “unwiderruflich mit dem Stalinismus gebrochen und sich bei den Opfern entschuldigt”.

In der marxistischen Zeitung “Junge Welt” hatte Lötzsch erzählt: “Die Wege zum Kommunismus können wir nur finden, wenn wir uns auf den Weg machen und sie ausprobieren, ob in der Opposition oder in der Regierung.”

Nein -  stöhnte der Vize-Fraktionschef  und ehemalige Generalsekretär der Linkspartei – Dietmar BARTSCH, der 1990 noch schnell in Moskau zum Dr. rer. oec.promovierte. “Wir haben uns doch 1989 auf den Weg gemacht und unwiderruflich mit stalinistischen Methoden gebrochen”, sagte er dem Deutschlandradio Kultur.

Der Linke-Bundestagsfraktionschef Gregor GYSI  bedauerte, dass Lötzschs Formulierungen  “missverständlich” seien.  Mit dem “Begriff Kommunismus” könne DIE LINKE ihre  “Ziele nicht erklären”, sagte er dem Berliner Tagesspiegel.

Der fernsteuernde  Möchte-Gern-Führer der Linkspartei, Oskar LAFONTAINE,  nannte die Lötzsch-Formulierung “unglücklich” und erteilte seiner Genossin Geschichtsunterricht:  Der Kommunismus sei gekennzeichnet gewesen durch die Forderung nach der Diktatur des Proletariats sowie des revolutionären Umbruchs zur Ein-Parteien-Herrschaft. In Deutschland werde der Kommunismus insbesondere mit dem Mauerbau und den Verbrechen Stalins verbunden. Damit habe Die Linke nichts am Hut, so Lafontaine im stern-Online. Auf die Frage, ob er Kommunist sei, antwortete der Ex-Sozialdemokrat:  “Mit Sicherheit nicht. Ich war bekanntlich SPD-Vorsitzender.”

Der amtierende SPD-Vorsitzende Sigmar GABRIEL, der bekanntlich eine Kooperation mit den Linken in NRW  “ausprobiert” -  reagierte verstört auf das “outing” der Linke-Führung -  sieht er doch seine “Annäherungsstrategie”  nicht nur beim Wähler erschüttert und enttarnt. Gabriel beeilte sich zu erklären, eine Koalition mit der Partei DIE LINKE werde es nach der Bundestagswahl 2013 nun wohl nicht geben.  In der Süddeutschen Zeitung  gab er zu Protokoll: “Eine Partei, die solche Zweifel an ihrer demokratischen Grundorientierung zulässt, kommt als Partner für uns auf Bundesebene nicht infrage.”  Will heißen: auf Landesebene sehr wohl.

Gesine Lötzsch, die in ihrer Bewerbungsrede zum Parteivorsitz versprochen hatte, “nicht nur Sand ins Getriebe von Fehlentwicklungen zu streuen, sondern das Getriebe umzubauen”, versicherte nun nach ihrem Bekenntnis zum Kommunismus, Die Linke habe ihre Geschichte  “gründlich aufgearbeitet und setze diesen Prozeß fort.”

Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen der Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Marianne BIRTHLER, zeigte sich in der BILD am SONNTAG (09.01.) entsetzt über die Linken-Vorsitzende Gesine Lötzsch, die  “noch immer nach dem Kommunismus suche – nach Millionen Toten, die ihm geschuldet sind”. Dies mache sie einerseits fassungslos – so Birthler – , überrasche sie aber nicht wirklich. Als Vorsitzende der Partei DIE LINKE  wisse Lötzsch sehr wohl,  “was viele in ihrer Partei heimlich oder offen denken, und spricht ihnen aus dem Herzen”, so die frühere DDR-Bürgerrechtlerin. Durch diese “Verharmlosung des Kommunismus” sieht Birthler zudem die bisherigen Erfolge bei der Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur in Gefahr.

FDP-Chef Guido WESTERWELLE sagte zu dem Kommunismus-Bekenntnis der Berliner Sozialistin der WELT am SONNTAG (09.01.):  “Ich habe mir nicht vorstellen können, dass wir im Deutschen Bundestag eine Parteivorsitzende haben, die ernsthaft dazu aufruft, wieder Wege in Richtung Kommunismus zu probieren.”

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