Klaus Staeck verteidigt Günther Grass

GiNN-BerlinKontor.—Klaus STAECK,  Präsident der Akademie der Künste in Berlin, erklärte im Deutschlandradio Kultur zu dem “Anti-Israel-Gedicht” des Günter Grass, es müsse doch “in einem freien Land wie Deutschland auch unter Freunden eine Kritik, auch wenn sie scharf ist, möglich sein, ohne reflexhaft jetzt als Antisemit verdächtigt zu werden.”. Staeck in dem Interview: “Die Angriffe, die jetzt der Günter Grass auszuhalten hat, die sprechen natürlich auch eine Sprache, nach dem Motto: ‘Misch dich nicht ein’ – wenn du das tust, dann kriegst du schon eine übergebraten, um es ganz salopp auszudrücken. Das wird sehr viele, glaube ich, abschrecken, hat abgeschreckt, und wir haben uns alle miteinander, glaube ich, ein bisschen das Politische abtrainiert beziehungsweise abtrainieren lassen, und das kommt dann dabei heraus, dass jetzt so eine Wortmeldung auf einmal als etwas ganz besonderes gilt.”

Der Meinung von Günter Grass müsse man keineswegs folgen und könne  “durchaus anderer Meinung sein”, räumt Steack ein. Es müsse jedoch möglich sein, “auch über Israels Politik zu diskutieren, genauso wie man über die Siedlungspolitik der Israelis diskutieren können muss.”

Zur Gedicht-Form des Günther Grass sagte der Päsident der Akademie der Künste, er  “maße sich nicht an, das Gedicht eines Nobelpreisträgers in irgendeiner Form zu kritisieren”.  Grass habe eine  Form gewählt, “die ja bewusst eine Kunstform ist”, so Klaus Staeck. Wäre es ein “normaler Text” gewesen, wäre die  “Aufregung  auch nur halb so groß gewesen”.(Quelle: Deutschlandradio)

 

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