Kerry: “Deutsche Führungsstärke”

GiNN-BerlinKontor.—Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) hat anläßlich des Antrittsbesuchs des neuen US-Außenministers John KERRY in Berlin die “überaus große Bedeutung der transatlantischen Beziehungen” betont: “Wir haben nicht nur gemeinsame Werte, sondern auch viele gemeinsame Aufgaben.”

Die deutsche Regierungschefin begrüßte Kerry mit den Worten: : “Wir heißen Sie ganz herzlich willkommen, sowohl in Ihrem neuen Amt als auch in Berlin.” Für Kerry war ist es “ein Wiedersehen mit Berlin”, in der er einige Jahre seiner Jugend verbrachte. Sein Vater war hier US-Diplomat.

Als Gesprächsthemen  benannte die Kanzlerin außenpolitische Aufgaben wie die Herausforderungen in Afghanistan, die Situation in Syrien und den Nahost-Friedensprozess. Erörtert wurden zudem den Neustart von Verhandlungen im transatlantischen Freihandel, wie sie US-Präsident Barack H. OBAMA initiiert hatte.

Die Bundeskanzlerin hatte bereits im Januar 2013 auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos erklärt: “Wir möchten nach jahrzehntelangen, immer wieder gestarteten Versuchen gerne auch mit den Vereinigten Staaten von Amerika ein Freihandelsabkommen entwickeln. Wir alle würden davon profitieren.”

Die USA sind der wichtigste Handels- und Investitionspartner der Europäischen Union. /EU).  Eine Freihandelszone zwischen den USA und der EU  biete sich nun eine “einmalige Gelegenheit”. Diese könne dabei helfen – so Kerry – die Wirtschaft auf beiden Seiten zu stärken und Arbeitsplätze zu schaffen.

Eine beim EU-US-Gipfel im November 2011 eingesetzte hochrangige Arbeitsgruppe hatte den Auftrag, die Option eines Freihandelsabkommens zu prüfen. Der Europäische Rat vom 18. und 19. Oktober 2012 hatte vereinbart, auf das Ziel hinzuarbeiten, Verhandlungen im Jahr 2013 aufzunehmen.

US-Außenminister John KERRY richtete der Bundeskanzlerin die Grüße des amerikanischen Präsidenten aus und unterstrich, er empfinde es als “großes Privileg”, wieder in Deutschland zu sein. Er lobte die “bemerkenswerte Entwicklung”, die Berlin und Deutschland als Ganzes genommen hätten. Deutschland sei “einer unserer stärksten Verbündeten”, sowohl in wirtschaftlicher als auch in politischer Hinsicht, beispielsweise im Kampf gegen den Terror.

Im Gespräch mit Außenminister Guido WESTERWELLE (FDP) sagte der US-Außenminister John KERRY: ” Wir beginnen unsere Beziehungen als Freunde, und ich freue mich darauf, das fortsetzen zu dürfen.”
Kerry lobte ausdrücklich die “Führungsstärke” der deutschen Bundesregierung. Es habe sich viel geändert, “aber die Bande zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland sind heute stärker als je zuvor, und sie werden uns wieder durch diese schwierigen Zeiten leiten, da bin ich zuversichtlich”, so der US-Außenminister

Kerry sagte zum Truppenabzug in Afganistan : “Im Namen von Präsident Obama und aller Amerikaner möchte ich der Kanzlerin und dem Außenminister  für die unerschütterliche Unterstützung Deutschlands bei diesem sehr schwierigen Unterfangen danken, damit dieser entscheidende Übergang für alle möglich wird”.

Zum Syrien-Konflikt erklärte Kerry: ” Ich möchte dem Außenminister auch hier besonders für die deutsche Führungsrolle danken, den Druck auf das syrische Regime zu erhöhen. Die Stationierung deutscher Patriot-Raketen in der Türkei ist wichtig, und die deutsche Unterstützung bei der Planung des zukünftigen Wiederaufbaus mit den Freunden Syriens ist ebenfalls eine wichtige Überlegung.” (Quelle: AD/ bundesregierung.de)

 

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