Keine Feuerpause in Palästina

GiNN-BerlinKontor.—Am letzten Tag seiner EU-Ratspräsidentschaft hat Frankreich eine 48stündige Feuerpause in Gaza vorgeschlagen, damit Hilfsorganisationen Lebensmittel und Medikamente in den Gazastreifen liefern können. Das israelische Sicherheitskabinett lehnte ab. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, der Plan für einen Stopp der Luftangriffe auf den Gazastreifen enthalte  “keine Garantien, dass auch die Hamas den Beschuss mit Raketen auf Israel einstellt.”  Es  sei nicht realistisch zu erwarten, dass Israel einseitig handelt.  Israel wurde nach wie vor aus dem Gazastreifen mit Raketen beschossen.  Bisher sollen 384 Palästinenser getötet worden sein,  darunter mindestens 62 Zivilisten.

In einer Stellungnahme des israelischen Außenministeriums hiess es : “Die Luftwaffe setzt ihre Schlagkraft abgewogen und vorsichtig gegen die ihr gesetzten Ziele ein: Hamas-Terroristen, Waffen, Kommandozentralen und die terroristische Infrastruktur überhaupt. Die Hamas benutzt die Zivilbevölkerung als menschlichen Schutzschild, indem sie sich zynisch und absichtlich in Bevölkerungszentren,  Wohnhäusern, Schulen und öffentlichen Einrichtungen  platziert. Das Verbergen von Terrorwaffen innerhalb der Zivilbevölkerung sorgt für schweren Schaden bei unbeteiligten Zivilisten. Israel hat die Bewohner des Gaza-Streifen gewarnt, dass jeder Terrorstandort ein Ziel ist. Die israelischen Sicherheitskräfte haben in den vergangenen Tagen in den Medien auf die zur Bombardierung bestimmten Gebäude hingewiesen, um die Verletzung von unschuldigen Zivilisten zu verhindern. Die Verantwortung für die fortdauernde Verletzung der palästinensischen Bevölkerung liegt bei der Hamas.”

Wegen der Raketenangriffe der Hamas auf die israelische Stadt Beer Sheva, wobei auch ein Kindergarten getroffen wurde, sind die Schulen auf dem Kibbuz Hatzirim geschlossen worden. Dieser Beschluss gilt für alle Ortschaften in einem Radius von 30 Kilometer um den Gaza-Streifen. Mit der neuen Reichweite der Gradraketen und Kassams bis Ashdod und Beer Sheva leben 1 Million Israelis unter der direkten Bedrohung durch Raketeneinschläge. Damit erreichen die Raketen nun Regionen, die bisher außerhalb der Raketenreichweite lagen.

Der iranische Präsident Mahmud AHMADINEDSCHAD forderte die Arabische Liga zu einem schnellen Eingreifen in Gaza auf.  Die Liga müse “jetzt handeln”. Es seien Araber, die in Gaza unterdrückt würden.  Die Arabische Liga müsse auf ihrem Krisentreffen in Kairo  “konkrete Schritte zur Unterstützung der Bevölkerung im Gazastreifen beschließen”,  so Ahmadinedschad, der die Vereinten Nationen und den UN0-Sicherheitsrat  wegen seiner  “Parteilichkeit zugunsten Israels” scharf angriff.

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