Kein Wohlstand auf Pump

GiNN-BerlinKontor.—Bundeskanzler Angela MERKEL (CDU) hat erneut nachdrücklich eine “Stabilitätsunion in Europa” gefordert. Der BILD-Zeitung sagte sie: “Jedes Land kann auf Dauer nur von dem leben, was es erwirtschaftet. Jedes Land braucht eine wettbewerbsfähige Wirtschaft, braucht eine industrielle Basis.” Allen in Europa müsse klar sein: “Wohlstand auf Pump geht nicht mehr.” Die Lehre aus der Krise müsse zudem sein, nicht nur “den EURO irgendwie stabil zu halten, sondern Europa stärker aus der Krise herauszuführen, als es in sie hineingekommen ist”, so die CDU-Vorsitzende und Regierungschefin.

Merkel unterstrich, dass es in den letzten Monaten gelungen sei, den EURO zu stabilisieren, fügte jedoch hinzu: “Zufrieden bin ich damit aber noch nicht.” Die Europäer hätten jedoch den nationalen und internationalen Investoren klarmachen können, “wie wichtig uns der EURO ist, wie ernst wir es mit diesem Symbol der politischen Einigung in Europa meinen.”

Es bleibe wichtig – so die Bundeskanzlerin – Europa stärker aus der Krise herauszuführen. “Ich will einen leistungsstarken Kontinent, der seinen Bürgern auch in Zukunft Wohlstand bieten kann. Europa soll führend sein in der Welt, das sind wir in vielen Bereichen heute nicht. Die EURO-Staaten müssen deshalb wettbewerbsfähiger werden – und da bleibt noch sehr viel zu tun.”

Zu den südeuropäischen Staaten sagte Merkel, sie hätten Reformen eingeleitet, die “schmerzhaften Schnitte” fordern und dass “viele Menschen darunter zu leiden haben”. Ein Land aber könne “auf Dauer nur von dem leben, was es erwirtschaftet. Jedes Land braucht eine wettbewerbsfähige Wirtschaft, braucht eine industrielle Basis, groß oder klein. Wohlstand auf Pump geht nicht mehr, das muss allen klar sein”, so Mekel in BILD.

Merkel verwies auf das drängendste Problem der Jugend-Arbeitslosigkeit. Dafür habe die EU nun € 6 Milliarden bereitgestellt, “die schnell und klug ausgegeben werden sollen”.

Zur “Vorbildfunktion Deutschlands” in Europa sagte die Kanzlerin: ” Ich sehe Deutschland als ein Land, an dem man gut sehen kann, dass Reformen wirken. Viele in Europa erinnern sich noch gut daran, dass Deutschland vor gerade zehn Jahren als der kranke Mann Europas bezeichnet wurde. Und es ist ja auch nicht so, als wären wir in allem führend oder vorbildhaft. Deutschland kann zum Beispiel bei anderen Ländern noch lernen, wie Frauen und Männer Familie und Beruf besser unter einen Hut bringen. Da hängen wir eher hinterher.”

Weiter sagte Merkel: “Rein statistisch sind Länder wie Spanien, Zypern oder Griechenland pro Haushalt reicher als wir. Aber Vorsicht, die Statistik ist verzerrt: In diesen Ländern besitzen viel mehr Menschen Häuser und Wohnungen, meist als Altersvorsorge. In Deutschland dagegen gibt es starke gesetzliche und betriebliche Rentensysteme. Die hohen Rentenansprüche der Deutschen aber sind in dieser Vermögensstatistik nicht enthalten, ebenso wenig Immobilien oder Vermögen, das Deutsche im Ausland haben. Deshalb sehen die Durchschnittsvermögen der Deutschen kleiner aus als sie sind.”

Merkel lobte die Bundesregierung, die in Zeiten weltweiten Wettbewerbs “auf wirtschaftliche und soziale Stärke zu Hause und die Schaffung einer Stabilitätsunion in Europa setzt”. Das Beste für Deutschland sei die Fortsetzung dieser  Politik ihrer Regierung, die “von vielen Menschen unterstützt wird”, so Merkel. (Quellen: cvd-bundesregieruhg/BILD)

 

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