Steuereinnahmen € 734,2 Mrd

 

GiNN-BerlinKontor.—Bund, Länder und Kommunen können im laufenden Jahr mit € 734,2 Milliarden an Steuereinnahmen rechnen. Das sind € 1,8 Milliarden mehr als noch im Mai 2017 vorausgesagt, so der Arbeitskreis Steuerschätzung. Ddie jährlichen Steuereinnahmen wachsen auf € 889,6 Milliarden.

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland liegt nach den Worten des geschäftsführenden Bundesfinanzministers Peter ALTMAIER (CDU) in diesem Jahr voraussichtlich bei 2,0 %. 2018 belaufe es sich dann auf 1,9 %. Dies gab Altmaier am 09.11. in Berlin bekannt.

Der Arbeitskreis Steuerschätzungen ist ein Beirat beim Bundesministerium der Finanzen (BMF). Er besteht seit 1955. Ihm gehören neben dem federführenden BMF das BMWi, fünf Wirtschaftsforschungsinstitute, das Statistische Bundesamt, die Deutsche Bundesbank, der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die Länderfinanzministerien sowie die Bundesvereinigung kommunaler Spitzenverbände an. Die Zusammensetzung sichert die Unabhängigkeit des Gremiums. Die entsandten Vertreter der Institutionen gehören der Arbeitsebene an. Der Vorsitz obliegt dem zuständigen Referatsleiter im BMF. (Quelle: bmf.de)

Wirtschaft im Boomrausch

GiNN-BerlinKontor.—Am 08.11.2017 hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sein Jahresgutachten 2017/18 unter dem Titel „Für eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik” veröffentlicht und an die Bundeskanzlerin übergeben. Fazit: Deutschlands Wirtschaftskraft wächst weiter. Die Ökonomen sind überzeugt, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2017 um zwei % zulegen wird – 2018 sogar um 2,2 %.. Das ist mehr als die Bundesregierung erwartet.

Weiter heißt es: “Deutschland geht es finanziell gut.” Die Wirtschaftsweisen befürchten jedoch eine Überhitzung. Weil aber die europäische Nullzinspolitik nicht ewig so weitergehen werde und auch die Überalterung der Gesellschaft Risiken beinhalte, sollte der Schuldenabbau Priorität haben.

Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) : “Wir sind im Augenblick in einer relativ guten wirtschaftlichen Situation….Die Übergabe des Gutachtens fällt in eine Zeit, in der wir über die jetzige Legislaturperiode schon sprechen und dabei natürlich die guten Ratschläge und Hinweise besonders gut gebrauchen können. Wie immer sehen die unterschiedlichen Parteien natürlich die Ratschläge in unterschiedlicher Art und Weise. Es ist auf jeden Fall richtig, dass wir auf eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik achten sollten.”

Der Sachverständigenrat fordert die neue Bundesregierung auf, ihre Wirtschaftspolitik stärker auf Zukunftshemen wie die Globalisierung, die Digitalisierung und den demografischen Wandel auszurichten. Weiterlesen

Bonn: Weltklimakonferenz

GiNN-BerlinKontor.—”Die Bundesregierung hat zum Auftakt der Bonner Weltklimakonferenzangekündigt, Entwicklungsländer mit weiteren € 100 Millionen bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen: Das deutsche Bundesumweltministerium sagte € 50 Millionen für den Anpassungsfonds zu. Das Bundesentwicklungsministerium gibt € 50 Millionen in den „Least Developed Countries Fund (LDCF)”, der gezielt die ärmsten Länder bei der Klima-Anpassung unterstützt. Weiterlesen

LUFTHANSA kauft z.T. airberlin

GiNN-BerlinKontor.—LUFTHANSA wird zum Jahresende 81 der zuletzt etwa 130 Maschinen der insolventen Fluggesellschaft airberlin übernehmen. Am 12.10.17 unterzeichneten Lufthansa-Chef Carsten Spohr und airberlin–Chef Thomas WINKELMANN in Berlin den Vertrag. Der Verkauf beinhaltet die österreichische airberlin–Tochter NIKI, den Regionalflieger LGW, 20 weitere Flugzeuge sowie die 38 air-berlin-Maschinen, die Lufthansa bereits jetzt inklusive Besatzungen von airberlin gemietet hat. Der Kaufpreis soll bei ca. € 210 Millionen liegen. Weiterlesen

BMWi: Herbstprojektion 2017

GiNN-BerlinKonor.–- Das BMWi teilt mit: Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem stetigen und breit angelegten Aufschwung mit einem soliden binnenwirtschaftlichen Fundament. Die Kapazitäten sind gut ausgelastet, die Beschäftigung steigt weiter und die Verbraucherpreise sind stabil. In ihrer Herbstprojektion geht die Bundesregierung für das laufende Jahr von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt 2,0 % aus. Für das Jahr 2018 wird ein Zuwachs von 1,9 % erwartet.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte ZYPRIES: Der deutschen Wirtschaft geht es gut. Die nächste Bundesregierung muss dafür sorgen, dass das so bleibt. Die Konjunktur in Deutschland hat an Schwung und Breite gewonnen und bleibt auch in den kommenden Jahren auf Wachstumskurs. Mit der anziehenden Weltwirtschaft haben sich die Exporte belebt. Dies hat die private Investitionstätigkeit angeregt. Die Beschäftigung nimmt weiter kräftig zu. In der zurückliegenden Legislaturperiode hat die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt um 2,5 Mio. Personen zugenommen. Auch die Einkommen steigen weiter. Mir ist wichtig, dass die gute wirtschaftliche Entwicklung bei allen Menschen ankommt.”

Nachstehend einige Eckpunkte der Herbstprojektion 2017: In Anlehnung an die Prognosen internationaler Organisationen ist unterstellt, dass das Wachstum der Weltwirtschaft anziehen wird. Auch der Welthandel dürfte sich weiter dynamisch entwickeln. Für die deutschen Exporte von Waren und Dienstleistungen wird daher ein Zuwachs in Höhe von real 3,5 % im Jahr 2017 und in Höhe von 4,0 % im Jahr 2018 erwartet.

Aufgrund der dynamischen Inlandsnachfrage werden die Importe in den Jahren 2017 und 2018 etwas kräftiger expandieren als die Exporte. Der Außenhandel liefert daher im Projektionszeitraum rein rechnerisch per Saldo keine Wachstumsbeiträge. Gleichwohl bleibt die Entwicklung des Außenhandels für die deutsche Konjunktur von zentraler Bedeutung.

Der Saldo der deutschen Leistungsbilanz (in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt) dürfte nicht zuletzt wegen der kräftigen Binnennachfrage von 8,3 % im Jahr 2016 auf 7,4 % im Jahr 2018 zurückgehen.

Mit der deutlichen Zunahme der Exporte und der überdurchschnittlichen Auslastung der Kapazitäten in der Industrie werden die Unternehmen ihre Investitionen deutlich ausweiten. Die Investitionen in Ausrüstungen nehmen voraussichtlich um 2,0 % in diesem Jahr und beschleunigt um 3,7 % im kommenden Jahr zu.

Die Rahmenbedingungen für Bauinvestitionen sind angesichts niedriger Zinsen und der hohen Nachfrage nach Wohnungen weiter gut. Kräftige Impulse kommen daher von den Bauinvestitionen. Sie dürften im Jahr 2017 um 4,3 % und im Jahr 2018 um 3,4 % zunehmen.

Der deutliche Zuwachs an Beschäftigung sowie anziehende Lohnzuwächse führen zu höheren Konsumausgaben der privaten Haushalte. Diese werden im laufenden Jahr ihre realen Konsumausgaben um 1,8 % ausweiten. Im Jahr 2018 dürften die privaten Haushalte 1,6 % mehr konsumieren als im Vorjahr. (Quelle. bmwi.de)

Arbeitslosenquote 5,5 %

GiNN-BerlinKontor.—”Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter sehr positiv. Im Zuge der einsetzenden Herbstbelebung hat die Arbeitslosigkeit im September stärker als üblich abgenommen. Die Beschäftigung wächst weiter und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steigt in diesem Monat kräftig.”, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef SCHEELE am 29.09.17 in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im September: 96.000 auf 2.449.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: 159.000

Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: 0,2 Prozentpunkte auf 5,5 %.

BA: Infolge der einsetzenden Herbstbelebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen von August auf September um 96.000 auf 2.449.000 gesunken. Der Rückgang fiel stärker aus als üblich. Deshalb hat die Arbeitslosigkeit auch bereinigt um die saisonalen Einflüsse abgenommen und zwar um 23.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 159.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt um 20.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im September 2017 auf 3.406.000 Personen. Das waren 118.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist sie im Vorjahresvergleich weniger stark zurückgegangen als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass die Arbeitsmarktpolitik insbesondere für geflüchtete Menschen gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet wurde.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im August saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 64.000 gestiegen. Mit 44,50 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 692.000 höher aus.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt auf anhaltend hohem Niveau weiter an. Im September waren 773.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 86.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 11.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im September 2017 um 4 Punkte auf 244 Punkte. Der Vorjahresabstand fällt mit einem Plus von 24 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Insgesamt 684.000 Personen erhielten im September 2017 Arbeitslosengeld, 42.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im September bei 4.337.000. Gegenüber September 2016 war dies ein Anstieg von 31.000 Personen. 8,0 % der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig. (Quelle:n ba.de)(destatis.de)

Weiter kräftiger Aufschwung

GiNN-BerlinKontor.—”Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat an Stärke und Breite gewonnen. Neben den Konsumausgaben tragen nun auch das Auslandsgeschäft und die Investitionen zur Expansion bei”, so die an der Gemeinschaftsdiagnose beteiligten Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten 2017 für die Bundesregierung.

Weiter heißt es, die sehr hohe konjunkturelle Dynamik in der ersten Hälfte des laufenden Jahres werde sich zwar etwas abschwächen, gleichwohl nehme die Wirtschaftsleistung in diesem und im nächsten Jahr stärker zu als die Produktionskapazitäten wachsen. “Im Ergebnis steigt die gesamtwirtschaftliche Auslastung, und die Wirtschaftsleistung liegt über dem Produktionspotenzial. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 1,9 % und im nächsten Jahr um 2 % zulegen (kalenderbereinigt 2,2 bzw. 2,1 %).

In der ersten Jahreshälfte beschleunigte sich das Expansionstempo deutlich – die Jahresrate betrug 2,5 %. „Impulse kamen von den Exporten, die in der ersten Jahreshälfte in beschleunigtem Tempo anzogen. Aber auch die inländische Verwendung blieb eine treibende Kraft der Expansion”, sagte Stefan KOOTHS, Leiter des Prognosezentrums am Kieler Institut für Weltwirtschaft. Die privaten und die staatlichen Investitionsausgaben nahmen kräftig zu. Die Bautätigkeit wurde weiterhin von niedrigen Zinsen und erhöhtem Bedarf an Wohnraum angeregt. Auch die Ausrüstungsinvestitionen expandierten kräftig; sie dürften nicht zuletzt vom anziehenden Auslandsgeschäft stimuliert worden sein.

Germany::Upturn Remains Robust

The German economic upturn has gained both in terms of strength and breadth. In addition to consumer spending, external trade and investments are now also contributing to economic expansion. These are the conclusions drawn by the economic research institutes in their autumn report for the German federal government. Whereas the very high eco¬nomic momentum in the first half of the current year will slow slightly, expansion of economic output this year and next will exceed production capacity growth. As a result, overall capacity utilization will increase, with economic output exceeding potential output. Gross Domestic Product is likely to grow by 1.9 percent this year and by 2 percent in 2018 (calendar-adjusted: 2.2 and 2.1 percent, respectively) .  (Quelle: ifw-kiel.de)

EURO in alle EU-Staaten

GiNN-BerlinKontor.—EU-Kommissionspräsident Jean-Claude JUNKER will, dass der EURO (€) in der gesamten Europäischen Union (EU) eingeführt wird. In seiner jährlichen Rede vor dem Eruopa-Parlamnt sagte Junker am 13.09.in Straßburg : “Wenn wir wollen, dass der EURO unseren Kontinent mehr eint als spaltet, dann sollte er mehr sein als die Währung einer ausgewählten Ländergruppe. Der EURO ist dazu bestimmt, die einheitliche Währung der Europäischen Union als Ganzes zu sein. Alle außer zwei Mitgliedstaaten sind verpflichtet und berechtigt, dem Euroraum beizutreten, sobald sie alle Bedingungen erfüllen.” Weiterlesen

airberlin in big trouble

GiNN-BerlinKontor.—-Die deutsche Fluggesellschaft airberlin group hat am 12.09.17 folgende Erklärung veröffentlicht: “airberlin ist gezwungen, über 100 der heute geplanten 750 Flüge zu streichen. Grund für die Flugstreichungen ist, dass sich rund 200 der insgesamt 1.500 airberlin-Piloten krankgemeldet haben. Überhaupt kein Verständnis hat airberlin für die zahlreichen kurzfristigen Krankmeldungen während des Crewbriefings unmittelbar vor dem Flug oder auf dem Weg zum Flugzeug.”

airberlin CEO Thomas WINKELMANNt: Die airberlin Mitarbeiter sind bislang sehr professionell mit der schwierigen Situation des Unternehmens umgegangen. Dafür gebührt ihnen große Anerkennung. Das, was wir jedoch heute bei einem Teil der Belegschaft sehen, ist ein Spiel mit dem Feuer. Der heutige Tag kostet uns mehrere Millionen Euro. Wir führen gerade die finalen Gespräche mit möglichen Investoren. Eine stabile Operations ist die zwingende Voraussetzung für ein Gelingen dieser Verhandlungen. Nur so können wir möglichst viele Arbeitsplätze sichern.”

Frank KEBEKUS, der Generalbevollmächtigte des Unternehmens, sagt: Die heutigen Ereignisse gefährden das gesamte Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung massiv. Wenn sich die Situation nicht kurzfristig ändert, werden wir den Betrieb und damit jegliche Sanierungsbemühungen einstellen müssen.”

Das Management der airberlin arbeitet derzeit gemeinsam mit dem Generalbevollmächtigten Frank Kebekus und dem Sachwalter Lucas Flöther mit Hochdruck an Verhandlungslösungen für die airberlin. Eine zentrale Rolle bei diesen Verhandlungen spielt der Erhalt so vieler Arbeitsplätze wie möglich. Bis Freitag dieser Woche läuft die Frist für die Angebote der Investoren. Ziel ist, im Gläubigerausschuss am 21. September zu konkreten Entscheidungen zu kommen.” (Quelle: airberlingroup.com)