Kofi Annan ausgezeichnet

GiNN-BerlinKontor.–Der Friedensnobelpreisträger und ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi ANNAN, erhielt am 7. November den Reinhard Mohn Preis der Ber­telsmann Stiftung. Kofi Annan nahm die mit 200.000 € dotierte Auszeichnung aus den Händen der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Liz MOHN entgegen. Die Bertelsmann Stiftung würdigt mit der Preisvergabe Annans vorbildlichen Einsatz für nachhaltige Entwicklung in der Welt. Die Laudatio vor rund 500 Gästen im Gütersloher Stadttheater hielt der luxemburgische Premier Jean-Claude JUNCKER. Weiterlesen

Hagel neuer US-Verteidigungsminister

GiNN-BerlinKontor.—Chuck HAGEL (66) ist neuer Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten von Amerika. Er ist der erste Pentagon-Chef, der am Vietnam-Krieg als Soldat teilnahm.  Hagel – geboren am 4. Oktober 1946 in North Platte (Nebraska) – meldete sich freiwillig für den Einsatz in Vietnam und wurde mit zahlreichen Tapferkeitsmedaillen ausgezeichnet. Nach seinem Einsatz in Vietnam studierte Hagel an der Universität von Nebraska. Er gehört der Partei der Republikaner an. Weiterlesen

Hartz IV-Falle: “Wenn Arbeit nicht mehr lohnt”

GiNN-BerlinKontor.—”Viele Bezieher des Arbeitslosengelds II haben kaum Anreize, eine Vollzeitbeschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt anzustreben. Für sie sinddie Abstände zwischen der ALG II-Zahlung und dem möglichen Einkommen aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung nach wie vor sehr gering”, heisst es in einer gemeinsamen Studie des Kieler Institutes für Wirtschaftsforschung (IfW) und dem Institut für quantitative Marktforschung analytix. Weiterlesen

Hypo Real Estate endgültig verstaatlicht

GiNN-BerlinKontor.—Die Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) ist endgültig verstaatlicht worden.  Nach einer turbulenten Hauptversammlung  am 05.10. in München stimmten schließlich 94,73 % für das  “Squeeze Out”, mit dessen Hilfe die verbliebenen nicht-staatlichen Aktionäre aus der Bank gedrängt werden. Sie werden nun mit € 1,30 je Aktie “abgefunden”. Die ehemalige HRE verschwindet somit von der Börse. Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SOFFIN) teilte dazu mit,  die durch eine Gesetzesänderung verfügte Verstaatlichung der HRE  sei notwendig geworden, um den Konzern schnell und wirksam restrukturieren zu können und die staatlichen Hilfen abzusichern.

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Alan GREENSPAN

GiNN- Global iNet News.–Alan GREENSPAN (79), der mächtigste Notenbanker der Welt, scheidet nach 18 Jahren aus dem Amt. Wenn dieser legendäre Chef der US Federal Reserve Bank vor die Mikrophone trat, hielten nicht nur Banker, Wirtschaftsbosse, Devisenhändler, Aktionäre und Kleinanleger den Atem an, sondern auch die Staatenlenker der Welt. Jedes Mal, wenn dieser “Mogul der internationalen Finanzwelt” sich öffentlich äußerte, erzitterte die monitäre Erdbeben-Nadel auf der Richterskala der globalisierten Finanzwelt.

Die richtungsweisenden Analysen und Maßnahmen, die Greenspan – wie es heißt – oft in der Badewanne konzipierte – faszinierten und beeinflußten nicht nur die US-amerikanische Wirtschaft nachhaltig, sondern die Finanzsysteme weltwelt.

AG, den der ehemalige Vorsitzende des Bankenauschuses im US-Kongreß Phil Gramm, den “größten Notenbanker aller Zeiten” nannte, agierte in der Tat wie ein Regisseur aller Spekulationen und Wechselkurse.

“Zinseliminator” Greenspann folgte stets nur seinen eigenen Eingebungen und Überzeugungen – und dominierte nicht selten selbst die Politik im Weißen Haus, im US-Kongreß und an den internationalen Finanzmärkten.

Greenspan war auf Wunsch des republikanischen US-Präsidenten Ronald Reagan im August 1987 an die Spitze der US-Noten-Bank berufen worden. Als Chairman Federal Reserve Board erreichte AG bemerkenswert schnell internationales Ansehen. Greenspan meisterte nicht nur den Börsenkrach 1987, sondern überzeugte auch Reagan-Nachfolger George Bush sen, der ihn 1991 erneut berief.

Bush sen. hatte sich seinerzeit mit seinem Fed-Vorsitzenden nahezu überworfen. Damals drängte der Präsident auf eine nachhaltige Senkung der Zinsen und nahm eine mögliche, höhere Inflation in Kauf. Greenspan aber blieb bei seinem strikt anti-inflatorischen Kurs. Somit wurde Greenspan nicht ganz unschuldig an der Mitte 1990 in Amerika einsetzenden “milden” Rezession, die damals durch den 1. Golfkrieg zusätzlich angeheizt wurde. Dennoch: Bush hielt an Greenspan fest.

Wer ist Alan Greenspan? Wo kommt er her? Der musisch talentierte Greenspan wollte zunächst Musiker werden. In seiner Geburtsstadt New York-Bronx (geboren am 6.März 1926) besuchte der Sohn eines Börsenmaklers und Kantors an einer Synagoge die berühmte Musikhochschule Juillard. Seine Instrumente waren das Saxophon und die Klarinette (Vorbild Benny Goodman).

Mit 22 Jahren immatrikulierte sich AG an der New York University und später an der Columbia University, wo er in den Wirtschaftswissenschaften summa cum laude abschloß und promovierte.

Der eingefleischte Junggeselle (er hatte mit 22 Jahren eine “voreilige Blitz-Ehe” von 12 Monaten hinter sich) heiratete mit 71 Jahren 1998 die damailige White House-Korrespondentin des US-TV-Senders NBC, Andrea Mitchell.

Dr.Greenspans finanzpolitische Laufbahn begann 1953 mit der Beratungsfirma “Townsend-Greenspan & Co”. 1967 unterstützte er den Präsidentschaftswahlkampf von Richard Nixon, der ihn 1974 – dann Präsident – zum Vorsitzenden des Council of Economic Advisers berief.

Auf den Republikaner Greenspan wollte der demokratische
US-Präsidenten Bill Clinton aber auch nicht verzichten. Seit 1993 arbeiteten Greenspan und Clinton bemerkswert gut miteinander. Der erwartete Kollisionskurs zwischen Administration und US-Notenbank blieb aus.

Auf Initiative Greenspans (und der EZB) intervenierten die Notenbanken der USA, Japan und Kanadas am 22. September 2000 massiv zur Stützung des EURO. Der Wechselkurs, der derzeit unter 0,85 US-$ gesunken war, schnellte auf knapp 0,90 US-$ hoch. Später hat er die 1,35-Schallmauer mehrfach durchbrochen.

Bereits 2001 hatte AG vorausgsagt, dass der EURO 2002 die Parität mit dem US-Dollar erreichen und sogar übertreffen würde. Er sollte auch hier Recht behalte. Greenspan wußte: der Markt suchte nach Alternativen zum US-Dollar, der als Leitwährung jedoch nie in Gefahr geriet.

Im Sommer 2004 endete sein Vertrag als Chairman of the Federal Reserve Bank. George W. BUSG gewann Greespan jedoch für eine fünfte Amtszeit bei der FED. Nun tritt er endgültig ab. Ein Nachfolger wird schwer zu finden sein, denn: Alan was/is unique!

William Robert Timken jr. – designierter US-Botschafter in Berlin

GiNN-Global iNet News.–William Robert TIMKEN jr. soll neuer US-Botschafter in Berlin werden. Er wurde von US-Präsident George W. BUSH berufen.

Timken trat Ende des Jahres 2003 als Vorsitzender des Board of Directors der Timken Company zurück, einem an der New Yorker Börse notierten Unternehmen, das nach dem Wirtschaftsmagazin Fortune zu den 500 größten US-Gesellschaften gehört und Geschäftstätigkeiten in mehr als 20 Ländern, einschließlich Deutschland, unterhält.

Im Laufe seiner 43-jährigen Tätigkeit innerhalb des Unternehmens bekleidete Timken zahlreiche Positionen. Er war unter anderem Präsident, CEO und während der letzten 30 Jahre Vorsitzender des Unternehmens.

Timken wurde in Canton (Ohio) geboren. Er erhielt 1960 einen Bachelor of Arts der Stanford University und 1962 einen MBA (Masters in Business Administration) der Harvard Business School. Seine Vorfahren stammen aus Bremen.

Zu seiner Geschäftserfahrung zählt die Mitgliedschaft im Board of Directors zahlreicher Aktiengesellschaften. Er war zudem Vorsitzender der National Association of Manufacturers, des Manufacturing Institute und des Ohio Business Roundtable.
Timken war im Beirat der Stanford University School of Business und 20 Jahre lang als Mitglied des Amerikanisch-Japanischen Wirtschaftsrats tätig. 2003 wurde Timken vom Präsidenten zum Vorsitzenden der Securities Investor Protection Corporation ernannt.

Timken ist unter anderem Ritter der Französischen Ehrenlegion sowie Ehrenbürger von Colmar (Frankreich). Er ist mit dem Woodrow Wilson Award für das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen, dem Adam Smith Award und der Ehrenmedaille von Ellis Island ausgezeichnet worden. Ferner wurde er zum Geschäftsmann des Jahres in Ohio ernannt und mit dem Ohio Governors Award ausgezeichnet.

Timken ist mit Sue Timken verheiratet. Sie haben sechs Kinder und sieben Enkelkinder.

Laumann (MdB-CDU) wird Arbeitsminister in NRW

GlobaliNetNews/BERLINKONTOR.—Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Arbeit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karl-Josef LAUMANN (48), wird sein Mandat im Bundestag abgeben und in das Kabinett des neuen CDU-Ministerpräsidenten Jürgen RÜTTGERS eintreten. Er wird voraussichtlich Arbeitsminister in NRW.

Der gelernte Maschinenschlosser lernte und arbeitete in seinem Heimatsort Riesenbeck bei der Firma Niemeyer. Laumann ist verheiratet und hat drei Kinder.

Das Mitglied der IG Metall und Vorsitzender der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Bezirk Nord Münsterland wurde 1990 in den Bundestag gewählt.

Laumann gehört dem Bundesvorstand und dem Präsidium der CDU an. Ab März 2000 bis Oktober 2002 war Vorsitzender der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales, seit Oktober 2002 Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Arbeit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Laumann ist Ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Arbeit und stellvertretendes Mitglied
imAusschuss für Gesundheit und Soziale Sicherung im Deutschen Bundestag.

Peter-Harry Carstensen , Ministerpräsident Schleswig-Holstein

Peter-Harry CARSTENSEN
Diplomagraringenieur, Oberlandwirtschaftsrat a. D.

Geboren am 12. März 1947 in Nordstrand/Schleswig-Holstein; evangelisch; verwitwet, zwei Töchter.
Abitur 1966. Landwirtschaftliches Praktikum, Studium der Agrarwissenschaften in Kiel. Diplomagraringenieur, Landwirtschaftsreferendar, zweites Staatsexamen 1976.
Seit April 1976 als Landwirtschaftslehrer an der Landwirtschaftsschule Bredstedt und als Wirtschaftsberater bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein tätig.
1985 bis 1999 Präsident des Deutschen Fischereiverbandes e.V., Union der Berufs- und Sportfischer (DFV), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Agrar- und Umweltpolitik e.V. (DGAU); Mitglied im Landesjagdverband Schleswig-Holstein und im Kuratorium des Instituts für Agribusiness Leipzig. Bundesverdienstkreuz.
Seit 1971 Mitglied der CDU, 1986 bis 1992 Kreisvorsitzender der CDU Nordfriesland.
Mitglied des Bundestages von 1993-2005.
1994 bis Okt. 2002 Vorsitzender des Ausschusses für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft; seit 02.06.2002 Landesvorsitzender der CDU Schleswig-Holstein
27.04.2005 Ministerpräsident in Schleswig-Holstein.

PAUL WOLFOWITZ – Präsident der WELTBANK

Paul WOLFOWITZ ist Sohn eines polnischen Juden, der 1920 aus dem russisch besetzten Warschau in die USA flüchtete. Viele seiner in Europa gebliebenen Verwandten kamen im Holocaust um, und die frühen Erfahrungen mit den furchtbaren Auswirkungen totalitärer Regime erwiesen sich als prägend. Schon frühzeitig in seiner politischen Karriere war Wolfowitz von dem Gedanken beseelt, der möglichen Bedrohung durch Diktatoren durch vorbeugende Schläge zu begegnen. Folglich sah er auch im irakischen Machthaber Saddam Hussein eine teuflische Gefahr für die USA, den gesamten Nahen Osten und insbesondere Israel. (n-tv)

WOLFOWITZ has spent more than 30 years as a public servant and educator, including 24 years in government service under six Presidents. In March, 2001, he began his third tour at the Defense Department as the 28th Deputy Secretary of Defense.

In the Pentagon’s number two post, Wolfowitz manages day-to-day operations and supports Secretary of Defense Donald Rumsfeld in his efforts to transform the U.S. Armed Forces to meet the threats of the 21st century.

Since the attacks of September 11, 2001, Wolfowitz has assisted in planning the global war on terrorism, including military operations in Afghanistan and Iraq. He has also played a diplomatic role in speeches before international audiences and in outreach to potential friends and allies, including moderate Muslims who aspire to freedom and self-determination.

In 1989, President George H.W. Bush appointed Wolfowitz to his second Defense Department tour as Under Secretary of Defense for Policy, the Pentagon’s third-ranking post. He assisted Defense Secretary Cheney in developing plans for prosecuting the Gulf War and in raising more than $50 billion in allied financial support.

Under President Reagan, Wolfowitz served three years as U.S. Ambassador to Indonesia, the fourth most-populous country in the world and the largest in the Muslim world. During his tour, he was an advocate for political reform and negotiated on behalf of American intellectual property rights. Under his direction, U.S. Embassy Jakarta was recognized by the Inspector General as one of the best-managed U.S. diplomatic missions.

Before being posted to Indonesia, Wolfowitz served two years as head of the State Department’s Policy Planning Office and three-and-a-half years as Assistant Secretary of State for East Asian and Pacific Affairs, working with the leaders of more than 20 countries. Wolfowitz assisted in a major improvement in U.S. relations with China and a strengthening of our alliances with Japan and Korea. He also played a key role in supporting the peaceful transition to democracy in the Philippines and laying the groundwork for the subsequent democratic transition in Korea.

During his first Pentagon tour as Deputy Assistant Secretary of Defense for Regional Programs from 1977-1980, Wolfowitz led the first major assessment of U.S. strategic interests and challenges in the Persian Gulf, a study which helped to create what later became the United States Central Command. He also helped initiate the Maritime Pre-positioning Program, a plan that positioned heavy weapons and ammunition aboard ships in the Persian Gulf region. That preparation was the backbone of the initial U.S. response 12 years later during Operation Desert Shield.

Wolfowitz’s time outside government has been spent principally as a leader in higher education. From 1994-2001, he served as Dean and Professor of International Relations at the Paul H. Nitze School of Advanced International Studies (SAIS) of The Johns Hopkins University. During his tenure, Wolfowitz also contributed to the public debate on national security issues through his writings, testimony before Congress, and service on public commissions—among them the 1998 Commission to Assess the Ballistic Missile Threat to the United States and the 1996 President’s Commission on the Roles and Capabilities of the U.S. Intelligence Community. Earlier, Wolfowitz taught political science at Yale University from 1970 to 1973. In 1993, he was the George F. Kennan Professor of National Security Strategy at the National War College.

Wolfowitz has written widely on national security strategy and foreign policy. He was a member of the advisory boards of the journals Foreign Affairs and National Interest. Deputy Secretary Wolfowitz earned a bachelor’s degree in mathematics from Cornell University in 1965 and a doctorate in political science from the University of Chicago in 1972.
(Quelle: Pentagon)