Katar: Investoren-Forum in Berlin

GiNN-BerlinKontor.—-Am 15. April hat Bundeskanzlerin Angela MERKEL zusammen mit dem Premier- und Außenminister von Katar, Scheich Hamad bin Jassim bin Jabor AL-THANI, das Wirtschafts- und Investitionsforum Katar in Berlin eröffnet. Im Jahr 2013 feiern Deutschland und Katar das 40jährige Jubiläum ihrer bilateralen Beziehungen. Kraftfahrzeuge, Anlagen und Maschinen stehen an der Spitze deutscher Exportenach Katar.

Deutsche Firmen sind in Katar vornehmlich im Anlagenbau, der Bauwirtschaft und zunehmend im Dienstleistungssektor aktiv, im Öl- und Gasbereich hingegen bislang nur wenig.

“Wir können uns sehr gut vorstellen, auch bei verflüssigtem Erdgas enger mit Katar zusammenzuarbeiten”, sagte Bundeskanzlerin Merkel  auf der Investorenkonferenz in Berlin. Deutschland sei an einer Diversifizierung der Lieferquellen interessiert. Erdgas sei ein zukunftsträchtiger Energieträger und nach dem Ausstieg aus der Atomkraft sowie beim Umstieg auf erneuerbare Energie noch längere Zeit attraktiv.

“Die deutsche Wirtschaft verfügt über herausragende Kompetenzen”, sagte Merkel. Die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder könnten ausgebaut und das auf € 2 Milliarden gestiegene Handelsvolumen weiter entwickelt werden. Merkel warb um Vertrauen in die EURO-Zone: “Deutschland wird alles tun, damit sich nicht nur Deutschland gut entwickelt, sondern der gesamte EURO-Raum.”

Der Premierminister Emirats Katar, Scheich Hamad bin Jassim bin Jabor Al Thani,sagte: “Ausländische Investitionen sind für Katar eine wichtige Säule seiner Wirtschaft.” Trotz der Finanzkrise habe Katars Wirtschaft zugelegt, und habe in der Golfregion eine Vorreiterrolle übernommen. Der Scheich verwies auch auf die bereits  in Katar Golfstaat tätigen deutschen Unternehmen.

Katar, das als absolute Monarchie regiert wird, verfügt dank seiner Öl- und vor allem Gasvorkommen über sehr große Finanzreserven. Der Golfstaat ist weltgrößter Exporteur von Flüssig-Erdgas. (Quelle: bundesregierung.de/bpa/AA)

Im Manager-Magazin war zu lesen: “Die Bundesrepublik Deutschland exportiert so viele Maschinen, Autos und Dienstleistungen nach Katar wie fast kein anderes Land. In dem reichen Golfstaat haben vor allem deutsche Baufirmen auch nach der großen Finanzkrise die Möglichkeit Projekte zu verwirklichen, für die anderswo Wagemut und Geld fehlen würde: Darunter ein komplettes Eisenbahnsystem, eine gut 40 Kilometer lange Straßen- und Schienenverbindung in den benachbarten Inselstaat Bahrain oder eine komplett neue Stadt für 200.000 Einwohner.” (m-m)

Ein Beispiel:  Das deutsche Bauunternehmen HOCHTIEF teilte Ende 2010 mit, dass die Qatar Holding LLC als Anteilseigner 9,1 % übernehmen wird. Dafür erhöht Hochtief das Grundkapital um rund 10 %. Der Einstieg bei HOCHTIEF war die zweite große Investition Katars in Deutschland, nachdem vor kurzem ein Einstieg bei Volkswagen und Porsche erfolgte.

HOCHTIEF ist mit fünf Tochtergesellschaften in Katar vertreten und beschäftigt vor Ort mehr als 5000 Mitarbeiter in verschiedenen Projekten. Etwa € 1,3 Milliarden beträgt das Projekte einer Einkaufs- und Geschäftsstraße von mehr als 8 Kilometer Länge in der Hauptstadt Doha.

HOCHTIEF plant mit dieser Maßnahme eine strategische Zusammenarbeit mit Katar insbesondere im Hinblick auf die an Katar gehende Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft 2022.

Überdies baut HOCHTIEF als Teil eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem Qatar Bahrain Causeway die längste Länderverbindung der Welt. In einem weiteren Joint Venture soll rechtzeitig vor der Weltmeisterschaft eine komplett neue Stadt in Katar für 200.000 Menschen entstehen. (Quelle: ihk.de)

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