Kanzlerin: Sprache mäßigen

GiNN-BerlinKontor.—-DIE WELT schrieb zur Rede der Bundeskanzlerin Angela MERKEL am 07.09. im Deutschen Bundestag und zu Spekulationen über ihre erneute Kanditatur, die CDU-Chefin habe mit ihrer Attacke gegen die AfD auch die Botschaft gesendet: “Fertig ist Merkel noch lange nicht.”

Die Kanzlerin hatte in der Generaldebatte des Bundestags die letzten Landtagswahlen kritisch eingeräumt,  “letztlich habe nur die AfD gewonnen - und zwar zweistellig.”  Es sei der AfD auch gelungen, vor allem Nicht-Wähler zu mobilisieren. Das habe dazu geführt, dass die CDU im Landtag Mecklenburg-Vorpommern hinter die AfD gefallen sei. Aber nicht nur die CDU, sondern  a l l e  treibe nun die Frage um: “Wie gehen wir mit einer solchen Situation um?”

“Wählerbeschimpfungen” – mahnte  die Bundeskanzlerin – seinen “nicht angebracht, weil sie gar nichts bringen. Ich habe das noch nie richtig gefunden.”  Merkel resolut: “Politiker, die wie wir Verantwortung tragen, sollten sich sowieso in ihrer Sprache mäßigen. Wenn auch wir anfangen, liebe Kolleginnen und Kollegen, in unserer Sprache zu eskalieren, gewinnen nur die, die es immer noch einfacher und noch klarer ausdrücken können. Wenn wir anfangen, dabei mitzumachen, dass Fakten beiseitegewischt oder ignoriert werden können, dann sind verantwortbare und konstruktive Antworten in der Sache nicht mehr möglich. Wenn wir anfangen, uns sprachlich und tatsächlich an denen zu orientieren, die an Lösungen nicht interessiert sind, verlieren am Ende wir die Orientierung.”

Nach diesen Wahlergebnissen – so Merkel – müsse sich “jeder von uns an die eigene Nase fassen, selbstkritisch schauen, was in Zukunft anders und besser gemacht werden kann. Das versteht sich von selbst, und es gibt ja auch noch genug Probleme zu lösen.”

Es verstehe sich auch von selbst – unterstrich die Kanzlerin –   dass “Sorgen, ob nun begründet oder unbegründet, ernst zu nehmen sind, auch indem wir zeigen, dass das Ernstnehmen von Sorgen und das Erläutern von Fakten zwei Seiten ein und derselben Medaille sind, indem wir alle gemeinsam gut daran tun, zu erkennen, dass eine Partei wie die AfD nicht nur eine Herausforderung für die Christlich Demokratische Union ist auch wenn deren Protagonisten das munter verbreiten und andere es mehr oder weniger gerne aufgreifen, zum Teil wider besseres Wissen , sie vielmehr eine Herausforderung für uns alle in diesem Hause ist.” (Quelle: bundesregierung.de)

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