Kampfdrohnen für Bundeswehr

GiNN-BerlinKontor.—Zusätzliche unbemannte Luftfahrzeuge – Unmanned Aircraft System (UAS) – soll künftig die Kampfkraft der Bundeswehr erhöhen. Bisher kommen diese besatzungslosen “Drohnen” vor allem zur Überwachung und Aufklärung in Einsatz. Derzeit prüft das Bundesverteidigungsminsterium die Anschaffung auch bewaffneter Drohnen, wie sie von den US-Streitkräften in Afghanistan und Pakistan erfolgreich eingesetzt werden. 

Deutschland wäre daran interessiert, “zusammen mit Frankreich eigene Drohnen zu entwickeln, die selbstverständlich auch bewaffnet sein können“, sagte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) der BILD-Zeitung (26.01.)
Die UAS könnten leichter in den Luftraum anderer Länder eindringen, und sie “senkten die Hemmschwelle, Waffen einzusetzen”, so de Maizière . “Man muss nicht das Leben eigener Piloten riskieren. Drohnen-”Piloten” sitzen Tausende Kilometer entfernt am Computer.”

Die Bundeswehr könnte folgende Systeme “kurzfristig” ankaufen: Israels Überwachungsdrohne vom (Typ „Heron“), die auch Raketen tragen kann oder die bewaffnete US-Drohne „Predator“. Die Bundesregierung gab angeblich bei EADS (Cassidian)  auch die Entwicklung einer Drohne -Projektname „Talarion“ – (symbolisiert die Flügelchen an den Sandalen des Götterboten Hermes) in Auftrag. Mit im Boot seien  Frankreich, Spanien und dieTürkei.

Das Fluggerät UAS hat die gleichen Steuereinrichtungen wie ein Flugzeug oder ein Hubschrauber.  Ihre Flugmanöver sind ohne Besatzung – gesteuert  über ein Computerprogramm oder vom Boden über Funksignale bzw. über Satellitenfunk – “vollständig kontrollierbar”.

Wie es heißt, wollen die USA ihre UAV-Flotte erheblich aufstocken. Die US Air Force bildet immer mehr Soldaten in der Bedienung von UAVs aus – laut THE GUARDIAN mehr als Piloten.

De Maizière sagte zum Einsatz von bewaffneten Drohnen:. „Flugzeuge dürfen Waffen tragen. Warum also sollen unbemannte Flugsysteme das nicht dürfen? Das erschließt sich mir nicht.” Kampfdrohnen – so der Minister – sei “ein ethischer und militärischer Fortschritt, dass man nicht mehr ungezielt tötet oder Wirkung erzielt. Die Vermeidung von Kolleteralschäden ist ein Fortschritt.”

Bereits Anfang August 2012 hatte der Verteidigungsminister zu Protokoll gegeben: “Drohnen können länger am Stück eingesetzt werden als Kampfflugzeuge. Eigene Soldaten werden nicht gefährdet. Sie sind präziser als andere Waffensysteme. Ethisch seien sie genauso zu bewerten wie ein Kampfflugzeug, denn: iIn jedem Fall ist da ein Mensch, der eine Waffe auslöst. Und es macht ethisch gesehen keinen Unterschied, ob der in der Luft oder auf dem Boden ist. Das gleiche gilt für ein Gewehr, ein Torpedo oder eine Rakete”, betonte de Maizière.

Der SPD-Verteidigungsexperte ARNOLD sagte in Berlin: : “Diese Technologie ist sicherlich die Technologie der Zukunft.” Omnid NOURIPUR (Die Grünen) forderte zunächst eine offene Debatte über die UAS-Anschaffung für die Bundeswehr. Die zentrale  Frage sei: “Wie verändert der Einsatz von Kampfdrohnen die Hemmschwelle von Kriegsführungen, aber auch die Art und Weise der Kriegsführung?” DIE LINKE lehnt dies alles ab.

Thomas de Maizière (CDU): „Wenn ich eine unbemannte Drohne in den Einsatz schicke, statt eines bemannten Flugzeugs, dann dient das auch dem Schutz unserer Soldaten“, so der deutschge Verteidigungsminister. „Man könne mit der Drohne auch Panzerfahrer oder Pioniere “aus der Luft schützen”. (Quellen: BILD/BMV)spd.de/gruene)./

 

 

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