John F. Kerry war ein Berliner

BerlinKontor/GiNN.–John Forbes KERRY, der auf einem Schweizer “Knabeninternat” in Montana erzogen wurde, hat enge europäische Bindungen. Sein jüdischer Großvater, Frederik Kohn , wanderte mit seiner Familie 1904 von Österreich aus in die Vereinigten Staaten von Amerika aus. Bei seiner Ankunft änderte er seinen Namen und seine Religion. Er nannte sich Kerry und wurde Katholik.

Vater Richard Kerry, im II. Weltkrieg Luftwaffenoffizier, ging später in den diplomatischen Dienst seines Landes. Er arbeitete zunächst im US-Außenministerium in Washington D.C. und wurde 1954 nach West-Berlin versetzt, wo er in der amerikanischen Botschafts-Vertretung “US-Mission Berlin” arbeitete. Sohn John war damals 11 Jahre alt.

In seiner Nominierungsrede im Bostoner FleetCenter sagte Kerry über seine Berliner Erinnerungen: “Wir kamen in Berlin in eine Welt, die durch Kommunismus und Demokratie geteilt war. Ich habe unvergeßliche Erinnerungen und war tief beeindruckt von den Briten, Franzosen und Amerikanern, die alle drei ihr eigenes Territorium im Westen der Stadt verwalteten – und im Osten die Sowjets, die hinter der Trennungslinie standen.”

Kerry erzählte einem Millionen-Publikum, als er 1955 mit dem Fahrrad über die damalige Zonengrenze in den Osten fuhr und dies stolz seinem Vater berichtete. Dieser verbot ihm künftig solche “Abstecher” in den Osten und gab Jung-John Hausarrest, weil der Vater um die Sicherheit des Diplomatensohnes fürchtete.

Sein Berlin-Erlebnis – so Kerry – hätte sein weiteres Leben geprägt. “Ich sah, wie schwierig das Leben auf beiden Seiten der Stadt war. Ich sah die Angst in den Augen der Menschen, die nicht frei leben konnten. Aber ich sah auch die Dankbarkeit der Menschen gegenüber Amerika, für das, was wir für sie getan haben.”

Kerry fuhr fort, er hätte immer wieder Gänsehaut bekommen, wenn die amerikanische Nationalhymne “Stars & Stripes forwever” erklang. “Ich habe Amerika von seiner besten Seite erlebt. Ich spürte den Stolz auf unsere Freiheit. Und ich bin nun entschlossen, diesen Stolz für alle die wieder herzustellen, die hoffnungsvoll auf Amerika schauen.”

Detlef R. Peters

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