Jerusalem erklärt “Krieg ohne Gnade” gegen Hamas

GiNN-BerlinKontor.—Jerusalem hat der Hamas einen  “Krieg ohne Gnade”  erklärt und weitere Panzertruppen an der Grenze zum Gazastreifen aufmarschieren lassen. Nicht gegen die Zivilisten, sondern gegen die Hamas führe Israel diesen Krieg, betonte Verteidigungsminister Ehud BARAK vor dem israelischen Parlament – der Knesset. Er nannte den blutige Konflikt mit der Hamas einen “all-out war”.  Über 300 Palästinenser sollen bisher getötet worden sein, fast 1500 verwundet. Israel bemühe sich,  zivile Opfer möglichst zu vermeiden, so Barack.. Israel erlaubte jedoch weitere Transporte mit humanitären Hilfsgütern in den Gazastreifen.

Das gesamte an den Gazastreifen grenzende Gebiet wurde zur militärischen Sperrzone erklärt.  Eine Bodenoffensive könnte folgen.  Die israelische Luftwaffe setzte ihre  Angriffe fort.  Bomben sollen die Zentrale des Hamas-Chef Ismail HANIJA zerstört haben.  Auch die Universität von Gaza wurde getroffen und  “militärische Labors ausgeschaltet”, wo nach israelischen Angaben Raketensprengstoffe und elektronisches Aufklärungsgeräte entwickelt wurden.

Hamas-Chef Chaled MASCHAAL  rief erneut zu einer neuen Intifada und zu Selbstmordanschlägen gegen Israel auf. Aus Senegal wurde gemeldet, Maschaal sei angeblich zu Waffenstillstandsverhandlungen bereit

In Berlin machte Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) die Hamas für die Eskalation der Gewalt in Gaza verantwortlich. Sie soll mit dem israelische Ministerpräsident Ehud OLMERT während eines Telefonats  “übereinstimmend” festgestellt haben, dass die Verantwortung “eindeutig und ausschließlich bei der Hamas liegt”, so ein Regierungssprecher in Berlin. UN0-Menschenrechtskommissarin Navi PILLAY warf Israel  hingegen “unverhältnismäßige Gewaltanwendung” vor.

Die Türkei unterbrach ihre Vermittlungsbemühungen um Friedensgespräche zwischen Israel und Syrien. “Unter diesen Umständen sind die Fortsetzung der Gespräche  unmöglich”, erklärte der türkische Außenminister Ali BABACAN.

Die isarelische Regierung erklärte, die Hamas missbrauche Zivilisten nicht nur als Zielscheiben, sondern auch als menschliche Schutzschilde, indem sie ihre Operationszentren inmitten von Bevölkerungszentren in Gaza platziere. Die Verantwortung für zivile Opfer lieg  “einzig und allein bei der Hamas”. Be deim Großteil der Opfer der Militäroperation im Gaza-Streifen handele es sich  “jedoch ohnehin um Terroristen der Hamas”.

Weiter heißt es: “Eine Viertelmillion israelischer Bürger wird seit acht Jahren unaufhörlich von palästinensischen Terroristen aus dem Gaza-Streifen mit Tausenden von Raketen beschossen. Vor einer Woche hat die Hamas entschieden, die von Ägypten vermittelte Waffenruhe der letzten Monate endgültig zu zerstören. Die unvermeidbare Militäroperation der israelischen Armee. Sie dient dem langfristigen Schutz israelischer Bürger im Süden des Landes. Zu diesem Zweck soll die Infrastruktur des Terrors im Gaza-Streifen zerstört und der Hamas sowie ihren Verbündeten die Möglichkeit entzogen werden, Raketen und Mörsergranaten abzuschießen und andere Terrorakte zu verüben.”

Die vom Iran unterstützte Hamas wolle die Zerstörung Israels.  Dies habe die Hamas in ihrer Charta vom 18. August 1988  unmißverständlich proklamiert und als oberstess Ziel festgeschrieben.

In Berlin gingen Tausende von Palästinenser auf die Straße und protestierten auf dem Kurfürstendamm lautstark gegen die “Bluttaten in Gaza”  und gegen die Waffenlieferungen an Israel. Sie trugen Transparente wie “Israel: Mörderstaat”  und führten die Staatsflaggen des Libanons, der Türkei und der Palästinenser mit sich.  Die Kaiser-Wilhelm-Gedächnis-Kirche am Breitscheidt-Platz antwortete mit christlichem, demonstrativem Glockengeläut.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>