Jens Weidmann neuer Chef der Bundesbank

GiNN-BerlinKontor.—Jens WEIDMANN (42), wirtschaftspolitischer Berater der Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU), wird Nachfolger von Axel WEBER und übernimmt  am 01. Mai 2011 die DEUTSCHE BUNDESBANK. Der Finanzexperte im  Bundeskanzleramt war bereits von 1999 bis 2006  bei der Bundesbank Abteilungsleiter für Geldpolitik und monetäre Analyse. Zuvor hatte Weidmann  beim Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington D.C. gearbeitet. Das Bundeskabinett stimmte der Nominierung  Weidmanns zu.

Die Bundeskanzlerin erklärte auf einer Pressekonferenz in Berlin,  an der auch Vizekanzler und Bundesaußenminister Guido WESTERWELL (FDP) sowie Bundesfinanzminister Wolfgang SCHÄUBLE (CDU)  teilnahmen, sie habe dem Bundespräsidenten den Vorschlag zur Ernennung von Jens Weidmann als neuen Bundesbankpräsidenten mit der Bitte um Zustimmung vorgelegt.

“Jeder, der Jens Weidmann kennt, weiß, dass er über höchste Sachkompetenz verfügt, dass er einen brillianten Intellekt hat, dass er ein unabhängiger Kopf ist”, betonte die Kanzlerin.  Er habe schwierige Aufgaben während der vergangenen Jahre in der Finanz- und Wirtschaftskrise bewältigt. Mit diesen  “Fähigkeiten, seinen Gaben und seinem Wesen” werde Weidmann  ein “ausgezeichneter Präsident der Bundesbank und ein Vertreter für Deutschland, der seine Stimme für eine Stabilitätskultur auch in der Europäischen Zentralbank erheben wird”, so die Kanzlerin vor der Presse in Berlin.

Sabine LAUTENSCHLÄGER (46),  bislang Exekutiv-Direktorin bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), soll Vize-Präsidentin der Bundesbank werden.  Mit der Nominierung von Lautenschläger rückt erstmals eine Frau auf die Position einer Bundesbank-Vizepräsidentin. Sie führt derzeit die Aufsicht über die gesamte deutsche Bankenwelt. (cvd.bundesregierung.de)

Die FDP  erklärte, Weidmann und Lautenschläger seien “hochanerkannte Experten”. Die Entscheidung sei “streng an der Qualität ausgerichtet gewesen und stärke die Bundesbank.”  Die FDP-Führung begrüßte  “besonders” die Nominierung von Sabine Lautenschläger für den Vorstand der Bundesbank. „Das ist ein deutliches Signal, dass qualifizierte Frauen auch in eine traditionelle Männerbastion vordringen können.“

FDP-Chef Guido WESTERWELLE und der FDP-Haushaltsexperte Otto FRICKE hatten bei der Suche nach den Kandidaten “Wert darauf gelegt, dass eine Frau in den Bundesbank-Vorstand berufen wird und auf Lautenschläger bestanden”, so das portal liberal. 

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