Japan will aufrüsten

GiNN-BerlinKontor.–-Die Flugsicherheitszone (Air Defense Identification Zone=ADIZ), die China im Lauftraum über der East China Sea verhängt hat, kommt der japanischen Regierung “nicht ganz ungelegen”. Japans Premierminister Shinzo ABE beabsichtigt, die “militärischen Kapazitäten” der Selbstverteidigungsstreitkräft zu erhöhen und die Auflagen der japanischen Verfassung zu moderieren, wenn nicht ganz abschaffen. Nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg verzichtete Japan als einziges Land der Welt auf das Recht der defensiven Kriegsführung. Die Bezeichnung “Armee” gibt nicht mehr. Japan hat auch keine Wehrpflicht.

1960 schloss Japan dennoch eine militärische Allianz mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Seitdem fanden regelmäßig gemeinsame Militärmanöver statt. Auch die nachrichtendienstliche Zusammenarbeit und der Info-Austausch im Kampf gegen den Terrorismus wurden ständig verstärkt.

Die Verfassungsklausel (Artikel 9) wurde jedoch inzwischen teilweise revidiert. So entsandte Japan ab 2004 als Alliierter der USA einige Soldaten in den Irak. Von 2001 bis 2010 unterstützte die japanische Marine im Indischen Ozean US-Operationen in Afghanistan. Auch an friedenserhaltenden Missionen war Japan zum Beispiel auf den Golan-Höhen, in Nepal, im Sudan und in Haiti beteilgt.

US-Präsiden Barack H. OBAMA schickt nun Anfang Dezember seinen Vize Joe BIDEN nach Tokio, Seoul und Peking (Beijing). In Tokio wird Biden sicherlich die “aktuellen Sicherheitsbedürfnisse” Japans erörtern und Premierminister Abes Pläne unterstützen “to reinterprete Japans pacifist constitution to give greater role for its military”, wie The Wallstreet Journal  es formulierte.

Japan fühlt sich zudem – wie auch Südkorea – von Nord-Korea bedroht, das durch Atomtests und Raketenbeschuss japanische Inseln immer wieder in Alarm versetzt.

Es wird nicht leicht werden, das japanische Parlament zu überzeugen, Japans Wehrhaushalt zu erhöhen. Die Militär in Tokio fordern angesichts der Spannungen mit China neue Waffen und die Aufstockung von Verteidigungssystemen. In Okinawa übten die Japaner im November “den Ernstfall”. Hohe Militär verwiesen auf die Notwendigkeit, modernste Kampfjäger anzuschaffen und vor allem mehr so genannte Airborne Early Warning and Control System-Maschinen (AWACS) in Dienst zu stellen.. Diese Luftaufklärung sei unerlässlich für die Früh-Erkennung feindlicher Angriffe womöglich aus China oder Nord-Korea, hiess es in Tokio.

Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg erwägt Japan sogar den Bau und die Indienststellung eines Flugzeugträgers. Immer noch ein Trauma aller Japaner ist die Schlacht um Midway (vom 4. bis zum 7. Juni 1942), in der die US-amerikanische Marine vier Flugzeugträger der Kaiserlich Japanischen Marine versenkte, was zum Wendepunkt des Pazifikkrieges wurde. (Quellen: wsj/tokionews)

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