Japan droht immer noch grössere Verstrahlung

GiNN-BerlinKontor.–-Japans Atomenergiebehörde hat den Schweregrad am Fukushimas I-Kernkraftwerk  auf Stufe 5 angehoben. Obwohl gemeldet wird, dass es gelungen ist,  eine Stromleitung zu den beschädigten Reaktoren im Atomkraftwerk zu verlegen, bleibt die Gefahr einer umfangreichen Kernschmelze. Nach Mitteilung der Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) ist es gelungen, zunächst  die Kühlpumpe der Reaktoranlage 2 mit Strom zu versorgen. Später wurde auch der Reaktor 3 mit Kühlwasser gefüllt. Die  IAEO sprach von einer  “angespannten, aber stabilen Lage”.

Die Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse ( INES=International Nuclear Event Scale) kennzeichnet die Gefährdungshöhe von  Reaktor-Störfällen in Kernkraftwerken. Die  kürzlich veröffentlichte INES-Stufe 5 bedeutet “Ernster Unfall” und stellt eine “begrenzte Freisetzung von Radioaktivität” fest,  der Einsatz von Katastrophenschutz-Maßnahmen auslöst. Bei Stufe 5 wurden bereits radiologische Barrieren im Kernreaktor beschädigt.

Stufe 6 tritt ein, wenn eine “erhebliche Freisetzung von Radioaktivität” festgestellt wird, die den vollen Einsatz der Katastrophenschutz-Maßnahmen erfordert. Stufe 7 ist ein “Katastrophaler Unfall”, bei dem “schwerste Freisetzung von Radioaktivität” erfolgt ist – mit erheblichen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt in einem weiten Umfeld – wie 1986 in Tschernobyl (damals UdSSR, heute Ukraine).

Zum Vergleich:  Stufe 4 registriert vorerst noch geringe Radioaktivität, aber leichte Strahlenbelastung der Bevölkerung. Stufe 3 ist bereits ein “ernster Störfall”, nur geringe Freisetzung von Radioaktivität, die aber schon eine radioaktive Kontaminierung auslösen kann vor allem bei AKW-,Mitarbeitern. Stufe 2 ist ein “Störfall” mit erheblichen Ausfällen von Sicherheitsvorkehrungen. Radioaktive Kontaminierung findet bereits statt.

Stufe 1 der INES-Skala zeigt eine Störung im Reaktorgebiet an und eine deutliche Abweichung von den zulässigen Bereichen für den sicheren Anlagenbetrieb – so z.B. Störung durch Ventilschaden wie 1987  im hessischen Atomkraftwerk Biblis, Block A. (Quellen: INES/ IAEO/BMU)

2 Gedanken zu “Japan droht immer noch grössere Verstrahlung

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  2. Die japanische Atomruine Fukushima verseucht zunehmend das Meer. Die radioaktive Belastung des Pazifiks an der Küste des beschädigten Kraftwerks erreichte am Samstag einen Höchstwert. Der Gehalt des strahlenden Isotops Jod-131 im Meerwasser nahe der Anlage übertraf den zulässigen Grenzwert um das 1250-Fache. Jetzt frage ich mich, ob das wirklich stimmt, was die Fachleute so sagen, dass dies keinerlei Auswirkungen für die Fische hat. Ich glaube nicht. In naher Zukunft werde ich keine Fische mehr essen.

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