Jährlich ca.100.000 Zuwanderer aus Osteuropa

GiNN-BerlinKontor.–-Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht – wie die Bundesagenrur für Arbeit (BA) – davon aus, dass die Zahl der nach Deutschland kommenden Zuwanderer bei jährlich etwa 100.000 liegen wird. 100 Tage nach Öffnung der deutschen Grenzen für osteuropäische Arbeitnehmer könne man feststellen, dass die Freizügigkeit nicht zu einer Zuwanderungswelle geführt hat.

“Wir hatten bereits im Vorfeld vermutet, dass die Resonanz auf die Arbeitnehmerfreizügigkeit eher verhalten sein würde”, sagte DIHK-Arbeitsmarktexperte Stefan HARDEGE dem WDR.

Der DIHK hatte bei den Industrie- und Handelskammern nachgefragt,  inwieweit Arbeitskräfte aus Osteuropa auf den deutschen Arbeitsmarkt dringen. Die Antworten zeigten klar:  “nur vereinzelt.” Das Interesse der Arbeitnehmer aus den Nachbarländern beschränke sich bislang vor allem auf die Grenzregionen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen.

Der DIHK-Arbeitsmarktexperte macht dafür zwei Hauptgründe aus: Zum einen sei die schwierige deutsche Sprache für viele eine Barriere. Zum anderen habe sich “Deutschland keinen Gefallen damit getan, als einziges Land in Europa neben Österreich die Beschränkungen für den Arbeitsmarkt über sieben Jahre aufrechtzuerhalten”.

Denn: “Viele Fachkräfte, die wir dringend benötigen würden, sind deshalb in die Länder gegangen, die schon eher ihre Arbeitsmärkte geöffnet haben – etwa nach Großbritannien, Irland oder Schweden.” Und nicht zuletzt sei die demografische Situation in osteuropäischen Ländern vergleichbar mit der in Deutschland, sodass auch dort die Kapazität nicht unbegrenzt sei. (Quelle: PresseInfo DIHK/WDR)

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