IWF:Weltwirtschaft + 4% in 2014

GiNN-BerlinKontor.-—Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet damit, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2013 um  3,3 % und im Jahr 2014 um 4 % wachsen wird. Dazu erklärte Kathryn McConnell vom Büro für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium: “In seinem Bericht World Economic Outlook, der am 16. April veröffentlicht wurde, warnt der IWF davor, dass die alten Gefahren für die Industrieländer bestehen blieben und gleichzeitig neue Risiken entstehen würden. Das bedeute, dass die Politiker die Hände nicht in den Schoß legen sollten.

Das IWF gab an, dass die weltweite wirtschaftliche Erholung zwar deutlicher werde, aber noch ungleichmäßig sei. „Nicht alle haben in gleichem Maße von den besseren Bedingungen auf den Finanzmärkten und dem Vertrauen profitiert“, so der IWF in einer Presseerklärung. Die private Nachfrage in den Vereinigten Staaten habe sich schneller erholt als in der EURO-Zone. Es wird zudem davon ausgegangen, dass die aufstrebenden Märkte und Volkswirtschaften schneller wachsen werden als die Industrieländer.

Im Jahr 2013 soll das Wachstum in aufstrebenden Märkten 5,3 % und 5,7 % in 2014 betragen. Olivier Blanchard, Chefökonom des IWF, sagte, die größte Herausforderung für diese Länder bestehe im Umgang mit den Kapitalströmen, um die Volatilität einzuschränken. Gute Aussichten für aufstrebende Volkswirtschaften und niedrige Zinssätze in Industrieländern könnten zu mehr Investitionen in erstere führen. Nach dem Einbruch 2012 sei die wirtschaftliche Aktivität in diesen Ländern  2012 dank beständiger Nachfrage, förderlicher makroökonmischer Maßnahmen und einer Wiederbelebung der Exporte wieder erstarkt.

„Um weitere Fortschritte machen zu können, müssen wir wachsam sein, was makroökonomische Ungleichgewichte und nachhaltige Strukturreformen angeht“, heißt es weiter in dem IWF-Bericht.

Der IWF rät Schwellenländern, Überschüsse in ihren Finanzsektoren abzubauen und Haushaltssalden auf ein Niveau zu bringen, das einen Puffer zum Schutz gegen einen möglichen Abschwung in der Zukunft enthält.

Ein Wachstum in den Vereinigten Staaten von 1,9 % im Jahr 2013 und 3 % für 2014 reiche nicht aus, um die nach wie vor sehr hohe Arbeitslosenrate nachhaltig zu senken, finde aber  ”in einer überaus starken Phase der Haushaltskonsolidierung von etwa 1,8 % des BIP statt“, so der IWF.

Die Nachfrage wachse jedoch weiter, während die Kredit- und Immobilienmärkte sich beruhigten. Der IWF rät den USA, sie sollten sich aktuell auf eine bessere Haushaltskonsolidierung konzentrieren und sich in der Zukunft für mehr Konsolidierung einsetzen.
In der EURO-Zone werde das Wachstum 2013 bei minus 0,3 % und 2014 bei lediglich 1,1 % liegen. Kreditnehmer würden sich nach wie vor zu hohen Zinssätzen gegenübersehen, die keine Erholung garantieren könnten, obwohl die Länder der EURO-Zone  während der vergangenen Jahre “institutionelle Fortschritte” gemacht hätten, so der IWF-Bericht.. Darüber hinaus seien die Kreditkanäle in diesen Länden unterbrochen, und bessere Konditionen werden noch nicht an die Unternehmen und Haushalte weitergegeben, da die Banken noch immer unter geringer Profitabilität und niedrigem Kapital zu leiden hätten. Die Ausnahmen bildeten hier Frankreich und Deutschland, die seit langem eine starke Haushalspolitik betrieben.

In Japan wird vom IWF erwartet, dass das neue Konjunkturpaket die erneute Erholung vorantreiben werde, und dass 2013 ein Wachstum von 1,2 % und 1,4 % in 2014 erreichen werde.

In Südamerika sei es 2012 zu einer Verlangsamung des Wachstums gekommen, insbesondere in Brasilien und Argentinien. Man rechne wieder mit einem Anstieg.

„Vor einem Jahr gab es zwei sehr kurzfristige Tail-Risiken. Das erste bestand in den Vereinigten Staaten bezüglich ihrer Fiskalpolitik, der fiscal cliff und der Schuldengrenze. Das zweite wurde durch die Befürchtungen verursacht, die EURO-Zone  könne auseinanderbrechen“, so Banchard in dem IWF-Report. Nun aber sei man wieder eine bessere Lage, aber noch sei nicht alles überstanden. (Quelle: Amerika-Dienst -AD)

 

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