IWF- + EU-Rettungsplan für Griechenland

GiNN-BerlinKontor.–Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder einigten sich in Brüssel auf einen “Notfall-Plan” für Griechenland. Sie folgten einer Initiative Deutschlands und Frankreichs. Wie von der deutschen Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) vorgeschlagen und von Franlkreichs Präsidenten Nicolas SARKOZY  unterstützt,   will man einen “Rettungsplan-Mix” aus einem Kredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) und aus bilateralen Hilfen  schaffen -  aber nur,  wenn das hoch verschuldete  Griechenland darum bittet. Frankreich hatte lange eine Beteiligung des IWF abgelehnt.  Auf Deutschland würden übrigens “im Notfall”  27 % der Gesamtsumme entfallen -  das wären  € 5,4 Milliarden.

Die Finanzhilfen für Athen – geschätzte Höhe zwischen € 10 und € 20 Milliarden – sollen nur als “Ultima Ratio gewährt werden.  Ein solcher Notfall würde eintreten, wenn Griechenland nicht mehr genügend Kredite an den Kapitalmärkten gewährt würden. Der Gesamtbedarf Griechenlands wird auf € 22 – € 30 Milliarden beziffert.  Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Athener sozialistische Regierung die Hilfen nicht in Anspruch nehmen wird/muss.

Um ein weiteres Anschwellen von Schulden künftig zu verhindern, sollen  “die Sanktionen verschärft werden”. Welche Sanktionen wird nicht gesagt. Bis Ende des Jahres soll eine “Expertengruppe”   Optionen ausloten, um den Rechtsrahmen zu stärken.  (Hoffentlich wird diese Gruppe nicht von arbeitslosen Lehmann Brothers- Bankern besetzt.)

Die Eurozone mit ihren 16 Ländern glaubt, mit dem Gipfel-Kompromiss eine schwere Krise überwunden zu  haben.  Nun hoffen die Euro-Länder auf eine baldige Beruhigung der Finanzmärkte. “Die Spekulanten wissen jetzt, dass Griechenland nicht alleine gelassen wird”, so der Vorsitzende der Eurogruppe, Luxemburgs Premierminister Jean-Claude JUNCKER zuversichtlich.

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