Italiens Notenbank-Chef wird EZB-Präsident

GiNN-BerlinKontor.–-Mario DRAGHI (63),  Chef der Banca d’Italia – der italienischen Notenbank – wird am 1. November 2011 die Leitung der Europäischen Znteralbank (EZB) in Frankfurt/Main übernehmen. Die EU-Staats- und Regierungschefs einigten sich am 24.06. in Brüssel auf den Nachfolger von Jean-Claude TRICHET, der am 1. November aus dem Amt scheidet.

Mario DRAGHI  lehrte 1981 bis 1991 als Professor an der Universität Florenz, er arbeitete für die Weltbank und wurde 2001 Professor an der US-amerikanischen Harvard University. Von 2002 bis 2005 war er Vizepräsident bei Goldman Sachs in London.

Das italienische EZB-Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini SMAGHI  muss nun das Direktorium verlassen, weil Frankreich dagegen protestierte, dass nach der Ernennung Draghis zwei Italien in der EZB-Spitze sitzen würden.

Das EZB-Direktorium umfasst derzeit den Präsidenten, den Vizepräsidenten sowie vier weitere Mitglieder. Alle Direktoriumsmitglieder werden vom Europäischen Rat mit qualifizierter Mehrheit ausgewählt und ernannt.
Ihre Aufgaben sind:
die Vorbereitung der Sitzungen des EZB-Rats;
die Durchführung der Geldpolitik des Euroraums gemäß den Leitlinien und Entscheidungen des EZB-Rats, wobei es hierzu den nationalen Zentralbanken des Euroraums die notwendigen Weisungen erteilt;
die Führung der laufenden Geschäfte der EZB und
die Ausübung bestimmter, vom EZB-Rat übertragener Befugnisse, einschließlich gewisser Befugnisse normativer Art.

Derzeitige Mitglieder:
Jean-Claude Trichet, Präsident der EZB (Frankreich)
Vítor Constâncio, Vizepräsident der EZB (Portugal)
Lorenzo Bini Smaghi (Italien)
José Manuel González-Páramo (Spanien)
Jürgen Stark  (Deutschland)
Peter Praet  (Belgien)  (Quelle:EZB)

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