Israels Premier zu Günter Grass

GiNN-BerlinKontor.—Israel hat Günter Grass wegen seines israelkritischen Gedichts zur Persona non grata erklärt. Israels  Innenminister Eli JISCHAI liess mitteilen, Gass dürfe  also unerwünschte Person nicht mehr nach Israel einreisen. Das “Gedicht” von Grass habe darauf abgezielt, “das Feuer des Hasses auf den Staat Israel und das Volk Israel anzufachen”. Zuvor hatte Israels Premierminister Benjamin NETANAYU  erklärt: “Der peinliche Vergleich, den Günter Grass zwischen Israel und dem Iran gezogen hat, einem Regime, das die Shoah leugnet und zur Vernichtung Israels aufruft, sagt sehr wenig über Israel und viel über Herrn Grass.”

Netanayu: “Der Iran, nicht Israel, stellt eine Bedrohung für den Weltfrieden und die Sicherheit in der Welt dar. -

Der Iran, nicht Israel, droht anderen Staaten damit, sie auszulöschen.

Der Iran, nicht Israel, unterstützt Terrororganisationen, die Raketen gegen unschuldige Zivilisten richten.

Der Iran – nicht Israel – unterstützt das Massaker des syrischen Regimes an seinem Volk.

Der Iran, nicht Israel, steinigt Frauen, henkt Homosexuelle und unterdrückt aufs grausamste Millionen eigener Bürger.

Sechzig Jahre lang hat Herr Grass seine Vergangenheit als Mitglied der Waffen-SS verschwiegen. Daher überrascht es nicht, dass er den einzigen jüdischen Staat auf der Welt als größte Bedrohung für den Weltfrieden ansieht und ihm sein Recht auf Selbstverteidigung abspricht. Anständige Leute auf der ganzen Welt sollten diese ignoranten und verwerflichen Aussagen verurteilen.”  (Quelle: Amt des israelischen Ministerpräsidenten (zitiert nach TIP)

In einem Interview mit den ARD-Tagesthemen (05.04.) bezeichnete Günther Grass die Vorwürfe gegen ihn als “Kampagne”. Was er in den Medien erlebe – so Grass -, sei “eine fast gleichgeschaltete Presse”, in der Gegenstimmen nicht vorkämen. Grass: “Es ist mir aufgefallen, dass in einem demokratischen Land, in dem Pressefreiheit herrscht, eine gewisse Gleichschaltung der Meinung im Vordergrund steht.”  Eine derart “massive Verurteilung bis hin zum Vorwurf des Antisemitismus” sei “von einer verletzenden Gehässigkeit ohnegleichen”. Er werde “an den Pranger gestellt.”

Er habe mit seinem “Gedicht” dazu aufrufen wollen, dass sowohl Israel als auch Iran ihre Atomanlagen internationaler Kontrolle unterwerfen sollten, sagte Grass der ARD. Sollte Israel Irans Atomanlagen angreifen, könnte das zum Dritten Weltkrieg führen, so Günther Grass. Er verwies auf die “explosive Lage im Nahen Osten”, die sich bei einem Präventivschlag Israels zu einem Flächenbrand ausweiten könne. Er sei “als Schriftsteller verpflichtet, diese Dinge anzusprechen”, betonte Grass. (Quelle: ARD).

Die FDP kommentierte:  FDP-Generalsekretär Patrick DÖRING hört “uralte Vorurteile” aus dem Grass-Text heraus und sorgt sich, dass der Schriftsteller dazu beitragen könnte, “antisemitisches Denken in der Mitte der Gesellschaft salonfähig zu machen”. Außenminister Guido WESTERWELLE  (FDP) warnte vor einer Verharmlosung des iranischen Nuklearprogramms.”Die Gefahren des iranischen Atomprogramms zu verharmlosen, hieße, den Ernst der Lage zu verharmlosen.”

Döring zeigte sich besorgt, dass Grass dem rechten Rand in die Hände spielt und sich “ganz andere Gestalten” hinter den Gedanken des Dichters verstecken werden: “Mit seinen Worten bereitet er – gewollt oder ungewollt – einem Denken den Weg, von dem wir hofften, es aus der Mitte unserer Gesellschaft verdrängt zu haben.” (Quelle: liberale.de)

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