Israels Luftwaffe setzt Bombadierung Gazas fort

GiNN-BerlinKontor.—Mindestens 270 Menschen sollen bei den israelischen Luftangriffen im Gazastreifen getötet worden sein, melden die Nachrichtenagenturen.  Mehr als 900 Palästinenser wurden nach eigenen Angaben verletzt.  Die israelische Luftwaffe flog seit dem 27.12. angeblich über 250 Angriffe auf Einrichtungen der Hamas-Sicherheitskräfte.  Angegriffen wurden in der zweiten Welle  vor allem Raketenstellungen der Hamas sowie die Sendezentrale von Al Aksa TV.   Die Hamas und andere Organisationen palästinensischer Extremisten haben viele ihrer Einrichtungen – so zum Beispiel mehrere Waffenlager -  in Wohngebieten eingerichtet.

Laut Verteidigungsminister Ehud BARAK sollen alle Hamas-Raketen- und Mörserstellungen ausgeschaltet werden,  von denen aus immer wieder Granaten auf Israel abgeschossen werden. Gezielt bombardiert wurden an der Grenze zu Ägypten zudem so genannte Schmuggel-Tunnel, durch die militante Brigaden der Hamas mit Waffen – vor allem Raketen, Granaten und auch Bargeld -  versorgt werden.  Unter der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten sollen sich angeblich über 600 solcher Tunnel befinden, durch die auch  “Naturalien” wie Treibstoff und elektrische Geräte geschmuggelt werden.

Ministerpräsident Ehud OLMERT sagte im Fernsehen,  es  gehe um  “eine grundsätzliche Verbesserung der Sicherheitslage. Und das kann einige Zeit dauern.”  Angeblich plant Israel auch den Einsatz von Bodentruppen im Gazastreifen.  Zur Verstärkung der Streitkräfte wurden in Israel rund 7000 Reservisten einberufen.

Der Ministerpräsident der Hamas im Gazastreifen, Ismail HANIJA,  kündigte Vergeltungsmaßnahmen und Racheakte an. Seine Bewegung werde sich dem militärischen Druck Israels nicht beugen. Von seinem Asylsitz in Damaskus/Syrien rief Hamas-Führer Chaled MASCHAAL zum Widerstand – “3. Infada” – gegen Israel auf. In Israel rechnet man jetzt mit der Wiederaufnahme von Selbstmordattentaten.

Palästinenser-Präsident Mahmud ABBAS forderte die Hamas zu einem neuen Waffenstillstand mit Israel auf. Er machte sie mitverantwortlich für die erneute Eskalation im Gazastreifen. Die palästinensische Seite hätte die israelischen Luftangriffe verhindern können, wenn sie sich an den Waffenstillstand mit Israel gehalten hätte, so Abbas, der der moderateren Fatah-Bewegung angehört. Fatah kontrolliert seit dem Umsturz im Gazastreifen durch die radikal-islamische Hamas nur noch das Westjordanland. Abbas’ Amtszeit endet im Januar 2009.   Danach will die Hamas will Mahmud Abbas nicht länger als palästinensischen Präsidenten anerkennen.

Trotz aller Mahnungen und Aufrufe des UNO-Sicherheitsrates, die Kämpfe einzustellen, setzten Israel und militante Palästinenser ihre Angriffe fort.

Bundesaußenminister Frank-Walter STEINMEIER (SPD) erklärte nach einem Telefonat mit der israelischen Außenministerin Zipi LIVNI in Berlin:  “Wir respektieren das legitime Recht Israels, sich selbst zu verteidigen. Gleichzeitig appelliere ich an die israelische Seite, bei den Militäraktionen das Gebot der Verhältnismäßigkeit zu respektieren und alles zu tun, um zivile Opfer zu vermeiden. Es muss sichergestellt werden, dass die jetzt dringend benötigte humanitäre Hilfe die Menschen im Gaza-Streifen erreicht. Ich begrüße entsprechende Zusicherungen von Außenministerin Livni.“

Ein Gedanke zu “Israels Luftwaffe setzt Bombadierung Gazas fort

  1. hallo
    ich würd gerne mal wissen wo man im internet nachlesen kann wie alles begann mit den bombadierungen weil das ja vorher auch in bombay war…

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>