Israel: Hisbollah erhält weiterhin Waffen aus Syrien

GiNN-BerlinKontor.—Israel hat Syrien erneut beschuldigt, gemeinsam mit der Hisbollah einen neuen Krieg im Libanon vorzubereiten. Nach wie vor würden – trotz der UNO-Resolution 1701 – “Kampfmittel” über die syrisch-libanesische Grenze geschmuggelt.

Dies bestätigte der UNO-Sonderbeauftragte für den Friedensprozess im Nahen Osten, Terje ROED-LARSEN. Libanesische Regierungsvertreter hätten in Gesprächen zugegeben, dass der Waffentransfer an die Hisbollah nie abgerissen sei. Die syrische Regierung in Damaskus kommentierte die Kritik von UNO-Vertretern an dem Waffenschmuggel mit dem Hinweis auf die eben “durchlässige, schwer kontrollierbare Grenze” zwischen Syrien und Libanon. Larsen sagte, die UNO habe keine konkreten Informationen über Herkunft, Umfang und Art der Waffen, die angeblich an die Hisbollah-Milizen geliefert würden. „Ich denke, dass die libanesische Regierung alles unternimmt, um den Schmuggel von Kampfmitteln entlang der Grenze zu verhindern. Ob diese Bemühungen ausreichend sind? Das wird die Zeit zeigen“, erklärte der UNO-Sonderbeauftragte Larsen.

Der US-amerikanische UNO-Botschafter, John BOLTON, sagte in New York, er sei sehr besorgt darüber, dass Syrien und auch der Iran immer wieder versuchten, die Stabilität des Libanon durch das Umgehen des Waffenembargos zu erschüttern. Syrien habe eine besondere Verpflichtung, das UNO-Embargo umzusetzen, weil das Land – wie Israel – eine gemeinsame Grenze mit dem Libanon habe. Er forderte den syrischen Präsidenten Bashar ASSAD auf, die UNO-Resolution 1701 umzusetzen., Dazu habe er sich gegenüber UNO-Generalsekretär Kofi ANNAN persönlich verpflichtet.

Israelische Kampf-Jets überflogen wiederholt “im intensiven Tiefflug” libanesische Städte und durchbrachen nach Korrepondenten-Berichten mehrfach die Schallmauer. Geschossen und bombardiert wurde jedoch nicht. Die Scheinangriffe über libanesischem Territorium seien offensichtlich Teil der psychologischen Kriegsführung der IDF-Luftwaffe. Der Libanon protestierte bei der UNO gegen “die ständige Verletzuung des libanischen Luftraums” durch israelische Kampfflugzeuge.

Israel begründet die Grenzverletzungsflüge mit der Notwendigkeit zur Aufklärung, um mögliche Waffenlieferungen an die schiitische Hisbollah aufzudecken und notfalls zu unterbinden.

Die schiitische Hisbollah beschießt Israel immer wieder mit Raketen. Israels Premierminister Ehud OLMERT sagte dazu:  „Wir werden Maßnahmen einleiten müssen, durch die der Qassam-Rakaten-Beschuss und der Waffenschmuggel eingeschränkt wird. Wir müssen auch die Waffendepots finden und sie zerstören. Über den genauen Umfang des Einsatzes werden wir in den kommenden Tagen entscheiden.“

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