Israel reagiert auf palästinensische Terrorakte

GiNN-BerlinKontor.–-Palästinensische Terroristen haben am 18.08. acht Israelis getötet und 30 verletzt.  Die Anschläge ereigneten sich bei Eilat im Süden Israels entlang der israelisch-ägyptischen Grenze. Der Angriff im Gazastreifen soll unter dem Kommando des palästinenensische „Volkswiderstandskomitees“ (Popular Resistance Committees, PRC) gestanden haben.

Die Terroristen drangen durch den so genannten Schmuggler-Tunnel zur ägyptischen Halbinsel Sinai ein und fuhren dann rund 200 Kilometer südlich entlang der ägyptisch-israelischen Grenze, bis sie eine Stelle etwa 15 Kilometer nördlich von Eilat erreichten, wo der Überfall statfand. Die getöteten Angreifer trugen Sprenggürtel und Handgranaten.

Israels Verteidigungsminister Ehud BARAK  gab Ägypten  eine Mitschuld an den Anschlägen. Die Angriffe der Terroristen auf israelische Zivilpersonen seien  ” ein Beweis für die mangelnde Kontrolle der Ägypter auf der Sinai-Halbinsel und das Erstarken terroristischer Gruppen dort”, hieß es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums.

Israelische Streitkräfte konnten fünf der Terroristen stellen und töten. Die israelische Armee (Israel Defense Forces, IDF) schätzen, dass 15 bis 20 Terroristen nach Israel eingedrungen waren. Die meisten von ihnen entkamen jedoch. Die Terroristen eröffneten zunächst das Feuer auf einen israelischen Bus. Einer der Terroristen aktivierte dann im Bus einen Sprengstoffgürtel und tötete dabei sich selbst und den Fahrer. Danach erschossen sie vier Insassen eines  vorbeifahrenden PKWs.

Die IDF geht davon aus, dass es das Ziel des Angriffs war, einen israelischen Soldaten zu entführen. Die IDF verfügte über Geheimdienstinformationen über einen geplanten Anschlag und hatte ihre Truppen in der Region verstärkt. Später schossen Palästinenser  Raketen auf die israelische Stadt Aschkelon ab. Nach der Terrorserie flog die israelische Luftwaffe Einsätze auf drei von der Hamas genutzte Gebäudekomplexe im Gazastreifen.

Die israelische Armee teilte mit, dass sich die Zahl der Warnungen über Terroranschläge vom Sinai auf Israel seit dem Sturz des früheren ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak im Februar verdoppelt hat. Auch der Waffenschmuggel vom Sinai in den Gazastreifen sei seit Herbst angestiegen. Die meisten der geschmuggelten Waffen kommen aus dem Iran über den Sudan in den von der islamistischen Hamas beherrschten Gazastreifen.

Israel hat erst kürzlich einer Anfrage der neuen ägyptischen Regierung stattgegeben, mehr ägyptische Soldaten in den Sinai zu verlegen. Das Truppenkontingent war 1979 im Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten festgelegt worden. Erst letzte Woche trafen 2.000 weitere ägyptische Soldaten, begleitet von Panzern, im Sinai ein, um laut ägyptischen Angaben gegen die zahlreichen Terroristen vorzugehen, die mit palästinensischen Terrogruppen und mit dem internationalen Terrornetzwerk Al Qaida in Verbindung stehen und im Sinai aktiv sind. Doch bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass Ägypten die Halbinsel wieder unter Kontrolle hat.

Das israelische Verteidigungsministerium hat bereits mit dem Bau eines 200-Kilometer langen High-Tech-Zauns entlang der südlichen Grenze begonnen. Bisher wurden 45 Kilometer fertig gestellt. Der Sicherheitszaun soll bis Ende 2012 fertigestellt sein. (Quelle: The Israel Project -TIP)

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