Israel: “Finger am Abzug”

GiNN-BerlinKontor.-–Die USA haben “Beweise”, dass in Syrien Chemiewaffen der Regierungstruppen eingesetzt wurden. Damit sei die von US-Präsident Barack H. OBAMA angemahnte  ”rote Linie überschritten”, so US-Außenminister John KERRY. Man werde “reagieren”.

Nach seinem Gespräch mit Frankreichs Außenminister Laurent FABIUS hat Israels Ministerpräsident Binyamin NETANYAHU die “schockierenden Schreckenstaten des Assad-Regime” scharf kritisiert. “Ich weiß, dass Frankreich wie wir die tragischen Vorgänge in Syrien aufmerksam verfolgt. Diese Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung. müssten aufhören.”

Netanyahu verwies darauf, dass Assad nicht für sich allein handele. Die Hisbolah als “Stellvertreterin des Iran” spiele eine aktive Rolle bei der Unterstützung Syriens. Das Regime Assads sei zum “Handlanger und Syrien zum Versuchsgelände des Iran” geworden. Die ganze Welt schaue jetzt zu. Und der Iran beobachtet genau “die Reaktionen auf den Einsatz von chemischen Waffen”.

Weiter sagte der israelische Ministerpräsident:  ”Wir erleben in Syrien, wie extremistische Regime bereit sind, hemmungslos sogar gegen unschuldige Zivilisten und gegen die eigene Bevölkerung derartige Waffen einzusetzen. Dies zeigt uns erneut, dass wir den gefährlichsten Regimen auf der Welt schlicht nicht erlauben dürfen, die gefährlichsten Waffen der Welt zu besitzen. Irgendwann gebrauchen die Extremisten die Waffen.”

Unter Hinweis auf die iranischen Pläne, Nuklearwaffen zu erlangen, betonte Netanyahu, die Geschehnisse in Syrien machten deutlich, “was geschehen kann, wenn der Iran über noch tödlichere Waffen verfügt.“

Ministerpräsident Netanyahu unterstrich, dass die Vorgänge in Syrien im weiteren Zusammenhang der Unruhen im ganzen Mittleren Osten zu sehen seien. Die ganze Region von Marokko bis Afghanistan sei von Instabilität bedroht und gekennzeichnet von einer Abwehrhaltung gegen die Moderne, den Fortschritt und gegen politische Lösungen. Damit sei nicht nur Israel, sondern der ganze Westen bedroht.

„Die Wurzel der Instabilität ist nicht der palästinensisch-israelische Konflikt. Wenn wir mit den Palästinensern Frieden schließen, werden sich die Zentrifugen im Iran trotzdem weiterdrehen, der Aufruhr in Syrien nicht aufhören, die Instabilität in Nordafrika andauern und die Angriffe gegen den Westen nicht enden. Wir wollen Frieden um des Friedens willen. Wir wollen Frieden, weil wir mit unseren palästinensischen Nachbarn in Frieden leben wollen.“

Netanyahu sagte auf einer Kabinettssitzung zu Syrien: “Was in Syrien geschehen ist, ist eine furchtbare Tragödie und ein schreckliches Verbrechen. Unsere Herzen sind bei den Frauen, Kindern und Babys, den Zivilisten, die brutal von Massenvernichtungswaffen angegriffen wurden. Wir müssen wach und verantwortungsvoll bleiben und wenn nötig, den Finger am Abzug haben. Wir werden immer wissen, wie wir unser Volk gegen Angreifer verteidigen müssen. Diesem Prinzip ist die Regierung durchweg und in verantwortlicher Weise treu geblieben.“ (Quelle: Israelisches Außenministerium/Amt des Ministerpräsidenten, 26.08.13 – info israel.de)

 

Es sei – so das russische Außenministerium – “eine gezielte, genau geplante Provokation”, denn unmittelbar nach Bekanntwerden von diesen “kriminellen Aktionen” hätten regionale Massenmedien – “wie auf Kommando” – die syrischen Regierungstruppen beschuldigt, chemische Waffen eingesetzt zu haben. Diese “aggressive Informationspolitik” sei eingeleitet und durchgeführt worden, als Inspektoren der UNO in Damaskus eingetroffen waren.

Die Assad-Opposition und ihre Verbündeten habe wohl diese Berichte lanciert, genau zu dem Zeitpunkt als das “fact finding mision-team” der UNO ihre Arbeit zur Aufklärung aufnehmen wollte.

Überdies – so Moskau – habe man wohl die Entscheidung des VN-Weltsicherheitsrates (Unted Nations Security Council=UNSC) beeinflussen  wollen, behauptet das russische Außenministerium am 26.08. (Quelle: Foreign Office Moskau)

Der Ex-Verteidigungsminister Leon PANETTA hatte vor seinem Ausscheiden aus dem Amt im Februar 2013 erklärt, man habe den Flugzeugzträger USS JOHN C. STENNIS in den Nahen Osten entsandt, weil  ”there are sites of chemical and biological weapons in Syria. We’re concerned about the security of those sites. So we’re continuing to monitor those sites and work with both Turkey, as well as Jordan and Israel to ensure that — that none of those weapons fall into the wrong hands.” (Quelle: DoD/defense.gov.)

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