Iran: Außenstände beglichen

GiNN-BerlinKontor.—-Die deutsche Wirtschaft zeigt “erhebliches Interesse der Wirtschaft an Geschäften mit der Islamischen Republik IRAN (früher Persien) und entsprechenden Deckungsmöglichkeiten”, so das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin.

Teheran hatte während der Zeit der Sanktionen fällige Forderungen bei den Exportkreditgarantien des Bundes in erheblichem Umfang, die nicht vollständig beglichen waren. Mit dem heutigen Eingang der restlichen Forderungen hat der Iran den Grundstein für die Wiederaufnahme von Hermesdeckungen gelegt. Die Bundesregierung hat bereits seit dem Implementation Day am 16. Januar 2016 Anträge auf Hermesdeckungen angenommen und Letters of Interest ausgestellt.

Zusammen mit den Garantien für Investitionen und den Garantien für ungebundene Finanzkredite stehen nun wieder alle Garantieinstrumente des Bundes zur Verfügung.

Die Garantieinstrumente des Bundes sind seit Jahrzehnten ein bewährtes Instrument zur Absicherung politischer und wirtschaftlicher Risiken für deutsche Exporte. Sie tragen maßgeblich zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in Deutschland bei.

Allein im vergangenen Jahr sicherte die Bundesregierung Ausfuhren in Höhe von rund € 25,8 Millarden mit Exportkreditgarantien ab. Das Volumen der Investitionsgarantien belief sich 2015 auf € 2,6 Mrd., das Volumen Ungebundener Finanzkredite betrug € 96 Millionen. (Quelle: bmwi.de)

Die deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen waren raditionell eng. Ca. 30 % der industriellen Infrastruktur in Iran stammt aus deutscher Produktion. Infolge der internationalen Sanktionen wegen des iranischen Nuklearprogramms waren die Handelsbeziehungen seit 2007 rückläufig, so das AA.

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