Irak: Abscheuliche Morde

GiNN-BerlinKontor.——Außenminister Frank-Walter STEINMEIER  verurteilt die jüngsten Gewaltakte gegen Minderheiten wie Christen und Jesiden in Irak als “abscheulich”. Die Ermordung, systematische Vertreibung und Zwangskonversion durch ISIS-Terroristen stelle eine neue Dimension des Schreckens dar. Zur humanitären Notversorgung der betroffenen Menschen stellt Deutschland Hilfen in Höhe von € 2,9 Millionen.

Die ARD-tagesschau berichtete:”Mit brutalster Gewalt ziehen IS-Kämpfer durch den Irak, töten und vertreiben Tausende. Der Irak befindet sich nach dem IS-Vormarsch in einer tiefen politischen Krise.  Diese dschihadistische Terrororganisation kontrolliert Teile von Syrien und dem Irak. Dort bringt sie mit heftiger Brutalität Minderheiten um, Christen, Jesiden. Sie bringt Frauen dazu, sich zu verschleiern oder das Haus nicht mehr zu verlassen und regiert dort mit nacktem Terror.”

AA: Die Lage in Irak verschlechtert sich stetig: Nachdem die Terrorgruppe ISIS bereits im Juni Teile des Landes eingenommen hat, kam es in den vergangenen Tagen zu einem weiteren Vorrücken vor allem in der Provinz Niniveh. Besonders betroffen von der Gewalt durch die islamistischen Kämpfer sind Angehörige von Minderheiten, unter ihnen viele Christen und Jesiden.

Die Ermordung, systematische Vertreibung oder Zwangskonversion von Christen, Jesiden und Angehörigen anderer Minderheiten durch die ISIS-Terroristen im Irak sind eine neue Dimension des Schreckens, so Steinbmeier.

Das Vorgehen der ISIS zeige, so der Außenminister weiter, wie hochgefährlich diese Gruppe sei – “nicht nur für Syrien und Irak, sondern für den Frieden und die Stabilität in der ganzen Region”. Dieser Bedrohung seien auch Muslime ausgesetzt, die nicht der Ideologie von ISIS folgen.

Die Bundesregierung steht in engem Kontakt mit dem VN-Büro zur Koordinierung der Humanitären Hilfe (OCHA) sowie mit internationalen und deutschen Hilfsorganisationen. So seien nach VN-Angaben rund 200.000 Menschen aus der Region Niniveh derzeit auf der Flucht. Sie benötigen dringend Unterstützung.

Deshalb hat die Bundesregierung sogenannte Nothilfemaßnahmen beschlossen, insbesondere in der Region Kurdistan-Irak. Dort haben die meisten Binnenflüchtlinge Aufnahme gefunden. Dazu erklärte Außenminister Steinmeier: “Wir haben als erste Sofortmaßnahme die humanitäre Hilfe um 2,9 Millionen Euro aufgestockt und stimmen uns gegenwärtig mit den Hilfsorganisationen ab, um weitere Maßnahmen zu ermöglichen. Es ist klar, dass das nicht reichen wird und wir sehen müssen, was wir darüber hinaus tun können.”

Die bisher in der aktuellen Krise zur Verfügung gestellten Gelder dienen vor allem der medizinischen Versorgung, dem Zugang zu Trinkwasser und der Wiederherstellung von Lebensgrundlagen für die Binnenvertriebenen.

Doch der deutsche Außenminister macht auch deutlich, worum es neben der humanitären Hilfe gehen muss: Die politischen Akteure in Irak – “ganz gleich ob Schiiten, Sunniten oder Kurden” – hätte die Aufgabe, den “seit langen Monaten schwelenden Machtkampf” beizulegen. Steinmeier betonte, wie wichtig es sei, dass das Land sich auf eine neue Regierung verständige, “um dem Treiben von ISIS ein Ende zu setzen”.

Eine hochrangige Delegation der Jesidischen Religionsgemeinschaft wurde am 08.08.  im Auswärtigen Amt vom Beauftragten für Nah- und Mittelost, Botschafter Miguel Berger, empfangen. Die Bundesregierung steht außerdem mit seinen internationalen Partnern wie der Türkei im Austausch, um über Möglichkeiten der Hilfeleistung zu beraten. Zusätzlich berief das Auswärtige Amt am 08. August einen Krisenstab zur Lage in Nordirak ein. (Quelle: auswaertiges-amt.de)

 

 

 

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