Investor Triton will Karstadt kaufen

GiNN-BerlinKontor.—Die Investmentgesellschaft Triton-Partners hat ein Sanierungskonzept und Kaufangebot für die insolvente Warenhauskette Karstadt vorgelegt. Man wolle Karstadt als eigenständiges Unternehmen weiterführen, so ein  Sprecher des Triton-Unternehmens, benannt nach dem griechischen Gott der Meere.

Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert GÖRG bestätigte: “Der Insolvenzverwaltung liegt derzeit ein Angebot von einem Interessenten vor, der bislang keine mittelbare oder unmittelbare wirtschaftliche Beziehung zu Karstadt hat”.  Insolvenzverwaltung und Geschäftsleitung würden die Angebotsunterlagen nun “so zügig wie möglich und gründlich wie nötig prüfen”.  Ein Kaufvertrag  solle “so bald wie möglich”  unterzeichnet werden. Man wolle Karstadt mit seinen 120 Geschäften und rund 25.000 Mitarbeitern möglichst “im Paket”  verkaufen.

Triton kündigte an, auch “frisches Kapital” in das Unternehmen stecken. Für einen Erfolg seien aber die Kooperation aller Beteiligten und weitere Zugeständnisse ihrerseits notwendig. Ziel sei eine Restrukturierung, die Karstadt zukunftsfähig mache. Zum gebotenen Kaufpreis gab es keine Angaben.

“Triton” ist ein europäisches Private Equity-Haus. Die von dem Unternehmen  verfolgte Strategie besteht nach eigenem Bekunden darin, Management Teams beim Erwerb von wachsenden Unternehmen einzusetzen, die in ihrem Bereich Marktführer und international tätig sind. Triton hat Niederlassungen in Frankfurt, Stockholm und London und verfügt über Mittel von € 650 Mio., die von anerkannten institutionellen Anlegern aus Deutschland und Skandinavien stammen.

Triton Administration (Jersey) Limited is regulated by the Jersey Financial Services Commission in the conduct of fund services business and trust company business under the Financial Services (Jersey) Law 1998.

Die Karstadt Warenhaus GmbH  mit Sitz in Essen  ist eine Tochtergesellschaft der inzwischen insolventen Arcandor AG *) (vormals KarstadtQuelle AG) und innerhalb des Konzerns  für das Geschäftsfeld stationärer Einzelhandel zuständig.

Am 9. Juni 2009 ordnete das Amtsgericht Essen auf Grund eines Antrages auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens die vorläufige Vermögensverwaltung und Sicherungsmaßnahmen an.  Das Insolvenzverfahren wurde am 1. September 2009 eröffnet.

Zu Karstadt gehören heute 91 Waren- sowie 32 Sporthäuser, darunter das größte deutsche und gleichzeitig zweitgrößte europäische Warenhaus “Kaufhaus des Westens” (KaDeWe) in Berlin.

*) Gegen den früheren Arcandor-Vorstandschef Thomas MIDDELHOFF (56) ermitteln laut Süddeutsche Zeitung (17.04.) die Staatsanwaltschaften in Bochum und in Köln.  Im vergangenen Jahr hatte die Staatsanwaltschaft Bochum gegen Middelhoff ein Verfahren wegen Verdachts der Untreue eingeleitet. Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts der Beihilfe zur Untreue.

Das neue Verfahren wurde im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen die frühere Führung der Privatbank Sal. Oppenheim eingeleitet. Unmittelbar nachdem Middelhoff im Frühjahr 2009 bei dem Warenhauskonzern ausgeschieden war, hatte er von Sal. Oppenheim einen Beratervertrag in Sachen Arcandor erhalten. Middelhoff hatte die Öffentlichkeit darüber informiert, aber sein Honorar verschwiegen.

Middelhoff selbst hatte es im März 2009 mit einem zweistelligen Millionenbetrag angegeben, eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gab es in einem Prüfbericht nach Informationen der SZ mit € 5 Millionen  an. Die Staatsanwaltschaft Köln gehe jetzt von € 7,6 Millionen  aus. Die Behörde hat den Verdacht, dass dieses Honorar weit überhöht war.

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