IfW: Atomkraft eine signifikante Brückenlösung

GiNN-BerlinKontor.–- Dennis SNOWER, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel, warnt davor, den Unfall im Kernkraftwerk Fukushima in Japan innenpolitisch zu instrumentalisieren. „Auf dem Rücken von tausenden Opfern der Tsunamikatastrophe in Japan aus einer Debatte um deutsche Kernkraftwerke innenpolitisch Kapital schlagen zu wollen, ist fast schon unanständig“, so der Ökonom.

Die Debatte entbehre jeder rationalen Grundlage, kritisiert Snower. „Es hat in Japan einer Naturkatastrophe ungeahnten Ausmaßes bedurft, um das Kernkraftwerk Fukushima an seine technischen Grenzen zu bringen. Das Risiko, dass sich in Deutschland auch nur annähernd etwas Vergleichbares ereignet, ist verschwindend gering.“

Forderungen nach einer Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke hält der IfW-Präsident für absurd. „Nach einem Flugzeugabsturz fordert doch auch niemand, alle Flugzeuge zu verbieten.“ Vielmehr gelte es, die Ursachen des Unglücks genau zu analysieren und mögliche technische Schwachstellen zu beseitigen.

Wer in Deutschland Kernkraftwerke aus Sicherheitsgründen kurzfristig abschalten wolle, müsse zudem erstmal erklären, wie er die Stromversorgung kurzfristig sicherstellen wolle, fordert der Ökonom. „Atomkraft ist eine signifikante Brückenlösung in der Energieversorgung. In der kurzen Frist kann die Lücke mit erneuerbaren Energien nicht geschlossen werden. Andere EU-Staaten mit Kernkraftwerken würden einem deutschen Alleingang nicht folgen.“ Bis genügend Strom aus erneuerbaren Energien produziert werden könne, sei die Kernenergie als Übergangslösung unentbehrlich.(IfW-Kiel-Medinfo)

SPD-Chef Sigmar GABRIEL warnte, auch in deutschen Atomkraftwerken (AKWs) könne es im Falle eines Anschlags, Flugzeugabsturzes oder Erdbebens zu unkalkulierbaren Folgen kommen. Er fordert unter anderem einen sofortigen Stopp der Laufzeitverlängerungen für deutsche AKWs.(spd.de-news)

DIE GRÜNEN forderten  “als Konsequenz aus der Atomkatastrophe in Japan” die sofortige Stilllegung der sieben ältesten Reaktoren und des AKW Krümmel. Fraktionschef Jürgen TRITTIN erklärte: “Die Katastrophe von Fukushima zeigt eines in aller Deutlichkeit: Kein Atomkraftwerke ist weltweit vor einer Kernschmelz gefeit, auch in Deutschland nicht. Die Kernschmelze ist kein erdbebentypisches Risiko, sie kann immer auftreten, wenn der Strom ausfällt und Notstromaggregate versagen.(gruene-bundestag.de)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>