Konjunktur weiterhin gebremst

GiNN-BerlinKontor.-–Wie das ifo Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München mitteilt, gab der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands im September 2012 zum fünften Mal in Folge erneut nach. Die befragten Unternehmen sind laut ifo mit ihrer aktuellen Geschäftslage abermals weniger zufrieden. Die bremsenden Einflüsse auf die Konjunktur würden weiterhin dominieren.

Nach einer kurzen Erholung im Vormonat kühlte sich das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe im September wieder ab.. “Obwohl die aktuelle Lageeinschätzung von den befragten Unterneh-mern zurückhaltender beurteilt wurde, befindet sie sich immer noch klar über dem langfristigen Durchschnitt. Die Erwartungen an die Entwicklung in den nächsten sechs Monaten sind weiterhin deutlich negativ und sanken nun bereits zum fünften Mal in Folge. Beim Ausblick für das Exportgeschäft setzte sich der leicht negative Trend vom Vormonat fort”, so das ifo Institut..

In den beiden Handelsstufen erhoöte sich das Geschäftsklima. Der Einzelhandel berichtete von einer besseren Geschäftslage, während die Erwartungen nur marginal pessimistischer beurteilt werden. Im Großhandel zeigten sich die gleichen Tendenzen, jedoch in stärkerer Ausprägung. Die befragten Großhändler äußrten sich deutlich zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Die Aus-sichten für die nächsten sechs Monate trübten sich jedoch weiter ein.

ifo: “Im Bauhauptgewerbe sank der Geschäftsklimaindikator erneut. Die aktuelle Geschäftslage wird weniger gut beurteilt als im Vormonat. Aber insbesondere mit Blick auf die kommenden sechs Monate zeigten sich die befragten Bauunternehmen pessimistischer.” (Quelle: cesifo-group.de)

 

Das Deutsche Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hatte bereits im Juli konstatiert, dass die Krise im EURO-Raum auch die deutsche Wirtschaft eingeholt habe. Das DIW Berlin rechnet nicht damit, dass die Unsicherheit an den Finanzmärkten dauerhaft beruhigt werden könne. Die Nachfrage nach deutschen Produkten aus dem EURO-Raum werde schwach bleiben. Wegen der Schuldenprobleme in vielen Ländern und der anhaltenden Unsicherheit an den Finanzmärkten müsse mit einer “ausgeprägten Rezession” gerechnet werden. Nur in den Schwellenländern wie China und Brasilien werde die Konjunktur “dank zunehmend expansiverer Geld- und Finanzpolitik” allmählich wieder zulegen, so DIW.. Ab der Jahreswende dürfte das aber auch die deutschen Exporte etwas antreiben.(diw.de)

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