Hypo Real Estate reduziert Verlust

GiNN-BerlinKontor.—Der Hypo Real Estate-Konzern hat auch im dritten Quartal den Verlust vor Steuern gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich reduziert auf -408 Mio. € (Q3/2009: -709 Mio. €), teilt die HRE-Holding mit..Die strategische Kernbank des Konzerns – die pbb Deutsche Pfandbriefbank - erzielte im dritten Quartal zum ersten Mal seit Ausbruch der Finanzkrise im Herbst 2008 mit 119 Mio. € ein positives Ergebnis vor Steuern (Q3/2009: -321 Mio. €). Der Konzern erwartet  “aus heutiger Sicht”, dass die pbb Deutsche Pfandbriefbank sowohl im vierten Quartal 2010 als auch im gesamten Geschäftsjahr 2011 “profitabel sein wird”.

Die operativen Erträge im HRE-Konzern betrugen im dritten Quartal -244 Mio. € (Q3/2009: 244 Mio. €). Sie resultieren zum einem aus einem gegenüber der Vergleichsperiode rückläufigen Zinsüberschuss von 197 Mio. € (Q3/2009: 333 Mio. €). Hier wirken sich der risikoorientierte Abbau von Forderungen aus sowie Rückzahlungen, etwa der das Vorjahr stark begünstigenden gezogenen Liquiditätslinien. Zum anderen lag das Handelsergebnis mit -153 Mio. € deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahresquartals (Q3/2009: 25 Mio. €).  Schließlich war der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen von -182 Mio. € (Q3/2009: 12 Mio. €) belastet durch die Bildung von Rückstellungen im Zuge der Übertragung von Vermögenswerten auf die FMS Wertmanagement.

Für Garantien im Rahmen der Liquiditätsunterstützung durch den SoFFin hat die HRE im dritten Quartal 139 Mio. € (Q3/2009: 125 Mio. €) aufgewendet. Insgesamt hat die HRE im Konzernergebnis seit 2008 mehr als 1,2 Mrd. € an Aufwendungen gegenüber dem Bund bzw. dem SoFFin für die gewährte Liquiditätsunterstützung gebucht.

Der Rückgang der operativen Erträge wird durch eine geringere Kreditrisikovorsorge überkompensiert: Im dritten Quartal dieses Jahres überstieg die Auflösung von portfolio-basierter Kreditrisikovorsorge die Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen, sodass sich ein leicht positiver Wert von 2 Mio. € (Q3/2009: -810 Mio. €) ergibt.

Für die ersten 9 Monate 2010  weist die HRE  jedoch ein Ergebnis vor Steuern von-1.127 Mio. € aus nach -1.779 Mio € im Vorjahreszeitraum.

Mit einem Ergebnis vor Steuern von 119 Mio. € (Q3/2009: -321 Mio. €) erzielte die pbb Deutsche Pfandbriefbank im 3. Quartal erstmals seit dem vierten Quartal 2008 wieder ein positives Vorsteuerergebnis. Dabei wirkte sich vor allem die niedrigere Kreditrisikovorsorge von -17 Mio. € (Q3/2009: -631 Mio. €) positiv auf das Gesamtergebnis aus. Die operativen Erträge gingen absolut von 390 Mio. € (Q3/2009) auf 241 Mio. € zurück. Dabei betrug der Zinsüberschuss 161 Mio. € (Q3/2009: 247 Mio. €). Im Vorjahresquartal hatten Einmaleffekte den Zinsüberschuss positiv beeinflusst; ausserdem wirkte sich im Berichtsquartal der Abbau zinstragender Vermögenswerte aus. Das Handelergebnis sank von 162 Mio. € (Q3/2009) auf 110 Mio. €.

Für die ersten 9 Monate 2010 weist die pbb Deutsche Pfandbrief ein Ergebnis vor Steuern von -233 Mio. € aus.  (HRE)

Am 30.09.2010 vollzog sich auf Beschluss des Lenkungsausschuss des Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin) eine der größten Transaktionen in der deutschen Bankengeschichte. Die “toxischen” Papiere der HypoReal Estate-Bank  (HRE) – Krediten, Wertpapiere und Derivate – mit einem Gesamtvolumen von €  191,1 Milliarden wurden in eine “Bad Bank” ausgelagert. Mehr als 1500 Bilanzposten müssen aus der HRE  “umgeschichtet” werden. Diese  “Zweckgesellschaft”,  für die man keine Banklizens benötigt, heißt jetzt “FMS Wertmanagement”.  Es entstand zudem eine neue Bank – die pbb=Deutsche Pfandbriefbank.

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