HRE überträgt € 210 Mrd Vermögenswerte auf “Bad Bank”

GiNN-BerlinKontor.—Die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) hat  “Antrag auf Übertragung von Vermögensgegenständen” gestellt. Auf die so genannte Bad Bank will das Institut Vermögenswerte von bis zu € 210 Mrd. (!) übertragen.  „Die Errichtung einer Abwicklungsanstalt ist ein wichtiger Schritt für die Neuausrichtung des Konzerns“, sagte Vorstandschef Axel WIEANDT. Durch die Übertragung solle auch der weitere Kapitalbedarf des Unternehmens sinken. Durch die Ausgliederung werde sich die Bilanzsumme des Unternehmens deutlich verringern.

Ziel sei es, die Deutsche Pfandbriefbank als strategische Kernbank zu stärken, so Wieanth. Die Hypo Real Estate, die inzwischen als Deutsche Pfandbriefbank am Markt auftritt, war 2009 verstaatlicht worden.

Eine „Bad Bank“ (“Schlechte Bank“) ist ein Institut, das Risikopapiere übernimmt, die stark an Wert verloren haben und nicht mehr handelbar sind. Auch die angeschlagene WestLB will eine „Bad Bank“ nutzen, um „faule Papiere“ auszugliedern. Dort liegt das Volumen aber nur bei € 85 Mrd.  und damit deutlich unter dem der HRE.

Die Abwicklungsanstalt wurde nach Abstimmung mit dem Bankenrettungsfonds SoFFin bei der Finanzmarktstabilisierungsanstalt beantragt. Sofern alle Genehmigungen erfolgen, soll sie noch in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres eingerichtet werden. Unter anderem müsste die EU den Plänen zustimmen.

Die HRE hatte Ende 2008 wegen Fehlspekulationen der irischen Staatsfinanzierungstochter Depfa vor dem Aus gestanden. Der ehemalige Dax-Konzern wurde schließlich mit Milliardenhilfen anderer Banken und des Bundes gerettet. Im vergangenen Sommer wurde ein Konzernumbau angestoßen: Das als zukunftsträchtig erachtete Geschäft mit Immobilien- und Staatsfinanzierungen in Europa ist seither in der Deutschen Pfandbriefbank gebündelt.

In die Abwicklungsanstalt sollen Geschäftsbereiche einfließen, die  “nicht mehr zur Strategie passen”. Hinzu kommen toxische Wertpapiere, die der Bank Milliardenverluste beschert haben. Der frühere Dax-Konzern hatte im Herbst 2008 wegen Fehlspekulationen der irischen Staatsfinanzierungstochter Depfa vor dem Aus gestanden und wurde schließlich mit Hilfen anderer Banken und des Bundes in Höhe von rund € 100 Mrd.  gerettet.

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