Homosexualität in über 70 UNO-Staaten strafbar

GiNN-BerlinKontor.—Der Generalsekretär der Vereinten Nationen in New York, BAN Ki Moon,  hat kritisiert, dass Homosexualitä in mehr als 70 Ländern immer noch als  “Verbrechen” betrachtet und geahndet wird. Er forderte  ein “Ende der Kriminalisierung”. Zahlreiche Länder hätten “moderne Gesetze, die Menschenrechte und Freiheiten garantierten”, so Ban. Dennoch würden Homosexuelle dort verfolgt und bestraft. Die Vereinten Nationen hatten zuletzt im Dezember 2008 eine französische Erklärung gegen die Verfolgung von Homosexuellen abgelehnt. Nur 66 von 192 UNO-Mitgliedsstaaten unterzeichneten das Dokument, 126 nicht.   Während in Europa immer mehr Staaten homosexuelle Partnerschaften als schützenswert anerkennen, droht Schwulen in islamischen Ländern immer noch die Todesstrafe. Sie droht nach Angabe der GRÜNEN vor allem in islamischen Ländern wie Afghanistan, Pakistan, Iran, Jemen, Mauretanien,  Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate und Sudan.   Die US-Botschafterin bei der UNO, Susan RICE, erklärte, die Vereinten Nationen müssten deutlich machen, dass niemand gefoltert oder getötet werden dürfe, weil er/sie homosexuell sei.

Nach Kenntnis der Bundesregierung sind “einvernehmliche homosexuelle Handlungen unter Erwachsenen” in folgenden 80 (!) Ländern verboten:
Afghanistan, Algerien, Antigua und Barbuda, Ägypten, Äthiopien, Bahamas, Bahrain, Bangladesch, Barbados, Bhutan, Botsuana, Brunei Darussalam, Burkina Faso, Demokratische Republik Kongo, Dominica, Eritrea, Fidschi, Gabun, Gambia, Ghana, Grenada, Guinea, Guyana, Indien, Irak, Iran, Jamaika, Jemen, Kamerun, Katar, Kenia, Kiribati, Kuwait, Lesotho, Libanon, Libyen, Malawi, Malaysia, Malediven, Marokko, Mauretanien, Mauritius, Myanmar, Namibia, Nauru, Nepal, Nicaragua, Niger, Nigeria, Oman, Pakistan, Palästina, Panama, Papua-Neuguinea, Salomonen, Sambia, Samoa, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Saudi-Arabien, Senegal, Seychellen, Simbabwe, Singapur, Somalia, Sri Lanka, Sudan, Swasiland, Syrien, Tansania, Togo, Tonga, Trinidad und Tobago, Tunesien, Turkmenistan, Tuvalu, Uganda, Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate und Zentralafrikanische Republik.

Als Präsident der UN0-Vollversammlung hatte 2009 der Libyer Ali Abdussalam TREKI  Homosexualität aus traditionellen und religiösen Gründen als “nicht akzeptabel” bezeichnet. Auf einer Pressekonferenz in New York erklärte er, dies sei  ein “sehr sensibles Thema”: Als Moslem müsse er dies ablehnen, er sei “dagegen”, so der ehemalige libysche Außenminister. Die Mehrheit der Welt – behauptete der Diplomat – lehne Homosexualität ab: “Buddhisten, Juden, Hindu und andere lehnen das genauso ab wie wir”. Es gebe zwar Länder, die “derlei Aktivitäten” erlaubten: “Die sehen das als eine Art Demokratie an, aber ich glaube, sie sind fehlgeleitet”, so Treki. Das Wort “Homosexualität” nahm Treki nicht in den Mund.

In Uganda hatte ein populäres Boulevardmagazin über 100 Fotos von bekennenden  Lesben und Schwulen veröffentlicht. Mit den Fotos,  die angeblich aus dem Internetportal Facebook übernommen wurden, wurde sogar zum Mord aufgerufen: „Hängt sie! Sie sind hinter unseren Kindern her!“,

Dem Parlament in Uganda wurde 2009  der Entwurf eines Anti-Homosexuellen-Gesetzes vorgelegt, nach dem: Geschlechtsverkehr mit unter 18-jährigen mit dem Tode bestraft werden sollte. Menschen, die Homosexuelle unterstützen, wurden mit einer siebenjährigen Freiheitsstrafe bedroht. Bürger  solten durch dieses Gesetz gezwungen werden, Homosexuelle innerhalb von 24 Stunden anzuzeigen, ansonsten würden sie sich “selbst strafbar machen”.  Das Gesetz kam nicht durch, weil der Druck aus dem Ausland Ugandas Politiker “zurückpfeifen” konnte, heißt es.

Ein Gedanke zu “Homosexualität in über 70 UNO-Staaten strafbar

  1. Pingback: Homosexualität in über 70 UNO-Staaten strafbar | Wir-ZeitZeitung -Das Magazin für Lesben und Schwule

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>