Holocaust-Gedenktag 2015

GiNN-BerlinKontor.—In Israel und in Auschwitz haben 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs  am 15./16.04. die Menschen der sechs Millionen Opfer des Holocausts gedacht. Wie jedes Jahr am Yom ha’Shoah – dem Holocaust-Gedenktag – heulten in ganz Israel zwei Minuten die Sirenen. Die Menschen unterbrachen ihre Arbeit, Busse und Autos stoppten. In Auschwitz-Birkenau, dem größten der nationalsozialistischen Vernichtungslager, appellierten Holocaust-Überlebende vor rund 10 000 jungen Juden aus aller Welt, die Opfer nie  zu vergessen.

Yom Hashoah wird alljährlich am 27. Tag des jüdischen Monats Nissan begangen. Er beginnt mit dem Sonnenuntergang des vorherigen Tages und endet am darauffolgenden Abend, entsprechend der jüdischen Tradition. Vergnügungsorte sind an diesem Tag im ganzen Land geschlossen.

Bei der Veranstaltung am 15.04. versammelten sich Würdenträger, Überlebende, Kinder von Überlebenden und deren Familien gemeinsam mit der gesamten Öffentlichkeit, um an der Gedenkveranstaltung in Yad Vashem teilzunehmen. Dort wurden im Beisein des Staatspräsidenten und des Ministerpräsidenten sechs Fackeln entzündet, welche die sechs Millionen ermordeten Juden symbolisieren sollen.

Am 26. April wird Bundespräsident Joachim GAUCK das ehemalige Konzentrationslager Bergen-Belsen 70 Jahre nach dessen Befreiung besuchen. ##

Israels Ministerpräsident Benjamin NETANJAHU richtete am diesjährigen Holocaust-Gedenktag mahnende Worte an die Staatengemeinschaft. Vor dem Zweiten Weltkireg hätten die Westmächte “einen fatalen Fehler gemacht, und wir sind überzeugt, dass sie auch jetzt einen bitteren Fehler machen”, sagte Netanjahu mit Blick auf die “Vereinbarung” mit Teheran im Atomstreit.

Damals habe die freie Welt versucht, das NS-Regime zu beschwichtigen. Warnungen habe man ignoriert, so Netanjahu. Vor aller Augen fände auch dieses Mal wieder eine Aggression des Irans und dessen Unterstützung radikaler islamistischer Gruppen wie im Jemen, in Syrien und im Gazastreifen statt, mahnte.Netanjahu. “Hat die Welt wirklich aus der unvorstellbaren universellen und jüdischen Tragödie des vergangenen Jahrhunderts gelernt?”, fragte Netanjahu. “Das schlechte Abkommen, das mit dem Iran ausgearbeitet wird, lehrt uns doch, dass die historischen Lehren nicht verinnerlicht worden sind.”  (Quellen: info-botschaft israel/bundesregierung. de)

 

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