Hoher Nettoabsatz am Rentenmarkt

GiNN-BerlinKontor.–-Die Deutsche Bundesbank teilt mit: Das Emissionsvolumen am deutschen Rentenmarkt ist im Februar 2012 auf 131,0 Mrd € zurückgegangen, nach Bruttoemissionen in Höhe von 141,4 Mrd € im Vormonat. Nach Abzug ebenfalls deutlich rückläufiger Tilgungen (100,1 Mrd €) und bei Berücksichtigung der Eigenbestandsveränderungen der Emittenten kamen im Ergebnis 38,1 Mrd € am heimischen Rentenmarkt auf. Zugleich wurden ausländische Schuldtitel für netto 6,2 Mrd € abgesetzt. Damit erhöhte sich der Umlauf von Schuldverschreibungen in Deutschland im Berichtsmonat um 44,4 Mrd €, im Vergleich zu Nettotilgungen in Höhe von 5,2 Mrd € im Vormonat.

Die Öffentliche Hand nahm im Berichtsmonat den Rentenmarkt mit 32,0 Mrd € in Anspruch. Dabei erhöhte der Bund (inklusive der ihm zugerechneten Abwicklungsanstalt) seine Kapitalmarktverschuldung um 30,6 Mrd €. Er emittierte im Wesentlichen zweijährige Schatzanweisungen (5,2 Mrd €), Bundesobligationen (3,7 Mrd €) und zehnjährige Anleihen (3,0 Mrd €). Dem standen Tilgungen von Unverzinslichen Schatzanweisungen (Bubills) in Höhe von 1,8 Mrd € gegenüber. Die Länder nahmen den Kapitalmarkt für netto 1,4 Mrd € in Anspruch.

Die heimischen Kreditinstitute weiteten ihre Kapitalmarktverschuldung im Berichtsmonat um 8,7 Mrd € aus (Vormonat: -31,8 Mrd €). Dabei wurden vor allem Schuldverschreibungen der Spezialkreditinstitute sowie die besonders flexibel gestaltbaren Sonstigen Bankschuldverschreibungen emittiert (9,7 Mrd € bzw. 1,2 Mrd €). Hingegen wurden Öffentliche Pfandbriefe sowie Hypothekenpfandbriefe zurückgenommen, und zwar in Höhe von 2,0 Mrd € beziehungsweise 0,2 Mrd €.

Die inländischen Unternehmen tilgten im Februar Anleihen für per saldo 2,6 Mrd €. Im Ergebnis waren die Tilgungen ausschließlich auf Sonstige Finanzinstitute zurückzuführen, während nicht-finanzielle Unternehmen in geringem Umfang Anleihen emittierten.

Am deutschen Rentenmarkt traten im Berichtsmonat per saldo vor allem ausländische Investoren als Erwerber in Erscheinung, die Rentenwerte für netto 36,1 Mrd € in ihre Portfolios aufnahmen. Inländische Nichtbanken erwarben Schuldverschreibungen für 6,5 Mrd €, wobei es sich im Ergebnis ausschließlich um ausländische Werte handelte. Auch heimische Kreditinstitute sowie die Deutsche Bundesbank erweiterten ihre Rentenportfolios um 1,3 Mrd € beziehungsweise 0,5 Mrd €. In beiden Fällen handelte es sich vor allem um Papiere gebietsansässiger Emittenten.
Am deutschen Aktienmarkt haben inländische Gesellschaften im Februar kaum Mittel über die Ausgabe neuer Aktien aufgenommen (0,7 Mrd €, nach 0,3 Mrd € im Vormonat). Der Bestand an ausländischen Aktien am deutschen Markt nahm um 2,7 Mrd € ab. Erworben wurden Aktien fast ausschließlich von ausländischen Investoren, die ihren Portfolios deutsche Dividendentitel im Wert von 3,7 Mrd € beimischten. Heimische Kreditinstitute trennten sich von Dividendentiteln in Höhe von 5,7 Mrd €. Hierunter befanden sich vor allem ausländische Werte.
Inländische Investmentfonds verzeichneten im Februar Mittelzuflüsse in Höhe von 13,4 Mrd €. Hiervon profitierten allein die institutionellen Anlegern vorbehaltenen Spezialfonds (14,0 Mrd €). Unter den Publikumsfonds setzten einzig Offene Immobilienfonds und Gemischte Fonds neue Anteile für 0,4 Mrd € beziehungsweise 0,1 Mrd € ab. Alle anderen Investmentfondsgruppen nahmen Anteilscheine für zusammen 1,1 Mrd € zurück. Ausländische Gesellschaften platzierten im Februar Fondsanteile für 1,5 Mrd € am deutschen Markt. Erworben wurden Investmentzertifikate im Ergebnis ausschließlich von heimischen Nichtbanken (16,3 Mrd €). Inländische Kreditinstitute und ausländische Investoren veräußerten Investmentanteile für per saldo 1,2 Mrd € beziehungsweise 0,2 Mrd €. (Quelle: bundesbank.de)

 

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