Höchstes Wirtschafts-Wachstum seit Wiedervereinigung

GiNN-BerlinKontor.-–Im Jahr 2010 ist die deutsche Wirtschaft wieder kräftig gewachsen. Mit + 3,6% stieg nach Mitteiölung des Statistischen Bundesamtes das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Die wirtschaftliche Erholung fand vornehmlich  im Frühjahr und Sommer 2010 statt.  Im Vorjahr hatte Deutschland noch die stärkste Rezession der Nachkriegszeit erlebt: Das preisbereinigte BIP war 2009 um – 4,7% eingebrochen.

Bemerkenswert im Jahr 2010 war, dass die Wachstumsimpulse nicht nur vom Außenhandel, sondern auch aus dem Inland kamen: Insbesondere in Ausrüstungen wurde deutlich mehr investiert als im Vorjahr (+ 9,4%); allerdings waren hier 2009 auch die stärksten Rückgänge zu verzeichnen gewesen. Die Bauinvestitionen nahmen weniger stark zu (+ 2,8%); sie waren im Krisenjahr auch bei weitem nicht so stark eingebrochen. Die Konsumausgaben konnten im Jahr 2010 ebenfalls gesteigert werden: Preisbereinigt stiegen die privaten Konsumausgaben um 0,5%, die staatlichen sogar um 2,2%.
Der Außenhandel war 2010 – wie in vielen früheren Jahren vor der Krise – ein wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft. Nach negativen Wachstumsraten in den Jahren 2008 und 2009 erwies er sich im Jahr 2010 wieder als Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung: Die Exporte stiegen preisbereinigt um 14,2%, die Importe etwas weniger stark um 13,0%. Die Differenz zwischen Exporten und Importen – der Außenbeitrag – steuerte im Jahr 2010 einen positiven Wachstumsbeitrag von 1,1 Prozentpunkten zum BIP bei.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Durchschnitt des Jahres 2010 von rund 40,5 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht; das waren 212 000 Personen oder 0,5% mehr als ein Jahr zuvor. Damit erreichte die Erwerbstätigenzahl einen neuen Höchststand.

Am 15. Februar 2011 wird das Statistische Bundesamt erste Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für das vierte Quartal 2010 und die überarbeiteten Ergebnisse für das Jahr 2010 veröffentlichen (nur BIP); am 24. Februar 2011 folgen die detaillierten Ergebnisse (Destatis).
Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Rainer BRÜDERLE (FDP) erklärte dazu in Berlin:  “Besser als bei uns lief es in keinem anderen großen Industrieland. Wir sind doppelt so schnell gewachsen wie der Durchschnitt der Europäischen Union. Die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die Menschen zu Recht optimistisch in die Zukunft blicken. Angestoßen von außenwirtschaftlichen Impulsen wurde der Aufschwung zunehmend von der Binnenwirtschaft getragen. Der wirtschaftliche Aufschwung ist insbesondere ein Beschäftigungsaufschwung. Die Beschäftigung hat im vergangenen Jahr ein Rekordniveau erreicht und liegt auf dem höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Unser Land nimmt Kurs auf Vollbeschäftigung.

Die realen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte nahmen 2010 so stark zu wie seit 2001 nicht mehr. Dies stützt die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte. Für die Wirtschaftspolitik kommt es jetzt darauf an, die langfristigen Wachstumskräfte zu stärken und damit den Wohlstand von morgen zu sichern: Dazu gehört auch und insbesondere die Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen, bei denen aufgrund der Aufwärtsdynamik nun auch die kalte Progression wieder verstärkt greifen wird.”

Am 19. Januar 2011 wird die Bundesregierung ihren Jahreswirtschaftsbericht 2011 vorlegen. Er wird über die Wirtschafts-, Finanz-, und Arbeitsmarktpolitik im laufenden Jahr informieren und die von der Bundesregierung für 2011 erwartete konjunkturelle Entwicklung darlegen, so das BMWi.

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