Herbstprojektion 2016

GiNN-BerlinKontor.—Die Bundesregierung erwartet in ihrer Herbstprojektion im Jahr 2016 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt 1,8 %. Das Bruttoinlandsprodukt wird 2017 um 1,4 % und im Jahr 2018 um 1,6 % zunehmen, so das BMWi.

Weiter heißt es in der Projektion: Die Wirtschaftsleistung nimmt im Jahr 2016 voraussichtlich geringfügig stärker und im kommenden Jahr etwas weniger stark zu, als noch im Frühjahr angenommen. Zum relativ kräftigen Wachstum in 2016 haben auch die Anstrengungen zur Bewältigung des Flüchtlingszustroms sowie der niedrige Ölpreis und Wechselkurs beigetragen. In kalenderbereinigter Betrachtung wird deutlich, dass die deutsche Wirtschaft in den Jahren 2017 und 2018 etwa entlang ihres Potenzialpfades expandiert. Kalenderbereinigt nimmt das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2016 um 1,8 % und in den Jahren 2017 und 2018 jeweils um 1,6 % zu.

Sigmar GABRIEL (SPD), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, dazu: “Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft ist solide. Die deutsche Wirtschaft behauptet sich damit in einem vor allem außenwirtschaftlich sehr schwierigen Umfeld.

Die Weltwirtschaft läuft nach wie vor nicht rund. Hinzu kommen die Folgen der “Brexit”-Entscheidung, die in weiten Bereichen noch nicht absehbar sind. Kurzfristig sind die konjunkturellen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft aber begrenzt.

Dabei gibt es keinen Zweifel: Der “Brexit” ist für Europa und für Deutschland keine gute Entscheidung, er wird sich mittelfristig auch auf die Wirtschaftsbeziehungen auswirken. Die Unwägbarkeiten sind gestiegen. Auch deswegen bleiben wir bei unserer Projektion dem Vorsichtsprinzip treu und liegen für das laufende Jahr leicht unterhalb der Prognose der Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute.

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin erfreulich und unbeeindruckt vom schwachen außenwirtschaftlichen Umfeld. Im Jahr 2018 werden 44,3 Millionen Menschen erwerbstätig sein, noch einmal 1,3 Millionen mehr als noch im Jahr 2015.

Die Arbeitslosigkeit wird bis zum Jahr 2018 auf 2,63 Millionen Personen sinken. Dies sind noch einmal etwa 160.000 Arbeitslose weniger als im Jahr 2015. Vor dem Hintergrund der Zuwanderung ist dies keineswegs selbstverständlich.

Die steigende Beschäftigung und die gute Lohnentwicklung sorgen bei stabilen Preisen dafür, dass die günstige wirtschaftliche Entwicklung auch bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt. Unsere wirtschaftliche Stärke hilft uns, die großen Herausforderungen zu meistern, vor denen wir stehen. Sei es, Europa eine neue Wachstumsperspektive zu geben, die Auswirkungen des “Brexits” zu bewältigen oder um hier bei uns die große Aufgabe anzugehen, Flüchtlinge aus Krisenregionen aufzunehmen, zu integrieren und gleichzeitig die Gesellschaft zusammenzuhalten.” (Quelle: bmwi.de)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>