Kanada lobt Merkels “leadership”

GiNN-BerlinKontor.-–Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) ist von ihrer zweitägigen Kanada-Reise nach Berlin zurückgekehrt. Im Mittelpunkt der Gespräche mit dem kanadischen Premierminister Stephen HARPER standen die “EURO-Krise” – so das Kanzleramt -  und ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada.

.Kanadas Regierungschef Harper erklärte: “Wir bewundern die feste Entschlossenheit, gute und nachhaltige Lösungen zu finden.” Kanada und Deutschland seien “sichere Freunde in einer unsicheren Welt”. Harper: “Wir haben Vertrauen in die Europäer –  unter der Führerschaft der deutschen Kanzlerin”.(“We have confidence in the Europeans — with the chancellor’s leadership.”  Kanada werde bei der Bewältigung  der “fundamentalen Probleme” mithelfen.

Premierminister Harper sprach übrigens “politisch korrekt” nicht von einer “EURO-Krise”, die es nicht gibt, sondern von der “Eurozone debt crisis” – einer “Schuldenkrise in der EURO-Zone”.. Die Tatsache, dass Kanada sich weigert, in den “IWF-Rettungsschirm” einzuzahlen,. blieb unerwähnt. Kanada ist wie Amerika der Auffassung, dass die Europäer selbst mit ihren Problemen fertig werden (“handle its own problems”).

Neben der internationalen Finanz- und Schuldenkrise und deren wirtschaftliche Folgen waren auch sicherheitspolitische Herausforderungen Themen der deutsch-kanadischen Gespräche. So sei “besonders intensiv” über das Regime in Syrien gesprochen worden.

Bei ihrem Besuch in Ottawa hat die Bundeskanzlerin auch ihren besonderen  Einsatz für eine zügige Verabschiedung des geplanten Freihandelsabkommens zwischen Kanada und der EU zugesagt. Sie seit drei Jahren laufenden Verhandlungen müssten zu einem schnellen Abschluss kommen:  ”Deutschland ist sehr dem Ziel verpflichtet, dass wir es schaffen, dieses Freihandelsabkommen schnell abzuschließen”, sagte Merkel, die sich mit Harper für eine “speedy conclusion to the Canada-European Union free-trade talks” aussprach. Es gibt noch Klärungsbedarf unter anderem beim Schutz geistigen Eigentums und im Dienstleistungssektor.

“Kanada ist einer der großen Rohstofflieferanten der Welt”, betonte Merkel zudem. Hier gebe es viele Möglichkeiten, noch auf Jahrzehnte technologisch sehr eng zusammen zu arbeiten und gemeinsame Pfade der Ausbeutung zu finden. “Da wir wissen, dass Kanada ein fairer Handelspartner ist, glauben wir, dass wir hier gute Investitionen tätigen können”, so die Kanzlerin in Ottawa.

Auch bei den Erneuerbaren Energien soll die Zusammenarbeit mit Kanada intensiviert werden. Deutsche Unternehmen wollen ihre Exporte im Bereich der Erneuerbaren Energien und der Energie-Effizienz künftig weiter ausbauen. (Quelle: bundeskanzlerin.de/ Ottawa Sun)

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