Gysi: Euro-Bonds würden EURO stabilisieren

GiNN-BerlinKontor.—Der Vorsitzende der Bundestagsfraktion DIE LINKE,  Gregor GYSI, ist überzeugt, dass sich Deutschland nicht audf Dauer gegen gemeinsame europäische Staatsanleihen sperren kann. Die so genannten EURO-Bonds würden kommen, sagte er im ARD-”Bericht aus Berlin” (21.08.)  “Vielleicht nicht unter dieser Kanzlerin”, fügte Gysi hinzu.

Gysi wiederholte die Forderung seiner Partei nach einer Abgabe für Millionäre, die Einführung einer Finanztransaktionssteuer sowie einer Reform des Finanzmarkts und des Bankensektors. Öffentliche Ratingagenturen mit fairen Bewertungen und öffentliche Banken, die international günstige Kredite vergeben, seien unerlässlich.

Es dürfe nicht sein – so Gysi -  dass  “die Deutsche Bank sich zu niedrigen Zinsen bei den Zentralbanken günstig Geld leihe und anschließend in Griechenland wesentlich teurere Kredite verkauft”, so der Fraktionschef der Linkspartei im Deutschen Bundestag.

DIE LINKE habe “gute Vorschläge”, wie die Schuldenkrise überwunden werden könne. Gysi: “Die großen privaten Banken und Versicherungen spielen mit der Wirtschaft und mit der Politik. Wir brauchen öffentlich-rechtliche Banken mit anderen Krediten. Die Sparkasse macht uns nicht die Schwierigkeiten, die uns die Deutsche Bank bereitet. Und dann brauchen wir EURO-Bonds, also gemeinsame Staatsanleihen der EURO-Länder. Wenn wir die hätten, wäre der EURO sofort stabilisiert.”

Auch für DIE GRÜNEN ist ohne die Einführung von EURO-Bonds die Krise “nicht zu lösen” Nur, wenn die Gemeinschaft  “für einen Teil ihrer Schulden gemeinschaftlich einsteht, wird Ruhe an den Märkten einkehren.”

Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) sagte im ZDF, “zum jetzigen Zeitpunkt” seien EURO-Bonds der falsche Weg. Sie führten in eine “Schuldenunion und nicht in eine Stabilitätsunion.

Für die CDU bekräftigte auch Generalsekretär Hermann GRÖHE in Berlin: “Als UNION schließen wir EURO-Bonds aus. Wir dürfen die Haftung nicht von der Verantwortung trennen….Rot und Grün beschwören mit ihrem JA zu EURO-Bonds einen Schuldenimport – die CDU hingegen will einen Export konsequenter Stabilitätskultur.” ” (Quellen: die-linke.de/ARD/gruene-bt/cdu.de)

Frank-Walter STEINMEIER, Chef der SPD-Bundestagsfraktion, sagte dem SPIEGEL (22.08.): “Die EURO-Bonds werden sowieso kommen, denn nur so werden die europäischen Krisenstaaten in der Lage sein, sich weiter Geld zu beschaffen.”

Ein Gedanke zu “Gysi: Euro-Bonds würden EURO stabilisieren

  1. Geld und Religion

    “Kaum jemand wird einer Gruppierung, die die Welt für eine Scheibe hält, ein brauchbares Programm zur Erkundung des Weltraums zutrauen, und so sollte auch keiner Disziplin, die zeitlich unbegrenztes exponentielles Wachstum für realisierbar hält, eine Steuerung unseres Wirtschaftsgeschehens überlassen werden.
    …Zunächst muss daher allgemein erkannt und anerkannt werden, dass bei den gegenwärtigen Geldordnungen ein grundlegender und gravierender Fehler vorliegt, der die gesamte Gesellschaft destabilisieren wird”: http://www.deweles.de/files/mathematik.pdf

    Dr. Jürgen Kremer, Prof. für Wirtschaftsmathematik

    Wenn das Geld selbst fehlerhaft ist, gibt es keine wie auch immer geartete Finanz- oder Wirtschaftspolitik, um die “Finanzkrise” (korrekt: beginnende globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes) zu beenden. Weil aber “Spitzenpolitiker” und “Wirtschaftsexperten” davon leben, dass die Volkswirtschaft eben nicht funktioniert, so wie Zahnärzte davon leben, dass viele Menschen ungesunde Zähne haben, werden diese Patienten das Geld zuletzt begreifen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/was-passiert-wenn-nichts-passiert.html

    Was hält den “Normalbürger” davon ab, etwas im Grunde so Einfaches wie das Geld zu verstehen? Fragen Sie die “heilige katholische Kirche”:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

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