Guttenberg wirbt für die CSU

GiNN-BerlinKontor.—-Der ehemaligen Bundesminister (Wirtschaft/Verteidigung) Karl-Theodor zu Guttenberg hatte am 30.08. in der Kulmbacher Stadthalle seinen ersten Wahlkampfauftritt für die CSU. Vor sechs Jahren war er von seinen Ämtern wegen eines Dr.-Arbeit-Plagiats zurückgetreten und mit seiner Familie nach Amerika übergesiedelt. Er wird die CSU während des Bundestagswahlkampfes bei unterschiedlichen Veranstaltungen unterstützen.

Der Baron betonte in seiner Rede vor über 2000 Menschen, er wolle die anwesenden Gäste auf einen Streifzug durch die Welt mitnehmen.” Es sei wichtig, dass neben allen innenpolitischen Brennpunkten immer die Verbindung zur Außenpolitik hergestellt werde.

Guttenberg erörterte im Folgenden die außenpolitische Bedeutung der Beziehungen zu Russland und China. Deutliche Worte fand er aber auch für seine Wahlheimat USA sowie den Entwicklungen in der Türkei unter Präsident Erdogan.

Bei aller Kritik gegenüber den USA – so Guttenberg – dürfe man nicht das Wesentliche vergessen: Es ist aus deutscher Sicht die vernünftigste Haltung, nicht alle Kräfte darauf zu verwenden, ständig Asche über den neuen Präsidenten zu gießen.” Viel wichtiger sei es, an einem Verhältnis zu arbeiten, das für Deutschland immer essenziell wichtig war und zukünftig auch wichtig sein wird, so Guttenberg. Und das ist eine mühsame Arbeit.”

Mahnende Worte fand Guttenberg auch für die aktuelle Entwicklung der Türkei unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Das Verhältnis habe sich nicht wegen des Verhaltens der deutschen Regierung verschlechtert. Es sei dazu gekommen, weil das Land demokratische Grundsätze mit Füßen trete, die Todesstrafe wieder einführen wolle und Journalisten ohne plausible Gründe einsperre, so der ehemalige Minister. Gänzlich unverständlich ist für Guttenberg, dass Spitzenpolitiker der Türkei sich nicht scheuen auf unserem Boden Wahlkampf zu betreiben, für ein System, für das wir nicht stehen.”

“Klartext mit Karl-Theodor zu Guttenberg” stand auf den Einladungsplakaten der CSU. Selbstkritisch ging Guttenberg auch auf seinen Rücktritt ein, den er als “selbstverschuldet” bezeichnete, dann aber unter lautem Beifall betonte: “Jetzt ist aber auch irgendwann mal gut.”

In die “Untiefen der deutschen Innenpolitik” wollte sich Guttenberg nicht begeben. Aber die Außenpolitik, Guttenbergs Fachgebiet, wolle er den Menschen nahebringen. Die Welt gerate zunehmend in Unordnung. Der Nähe und mittlere Osten brenne, es herrschten Krisen um Nordkorea oder auch Venezuela. “Wer glaubt, das sei alles weit weg, täuscht sich. Jede dieser Krisen hat das Potenzial, Märkte zu erschüttern und neue Flüchtlingsströme auszulösen.”

Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten nahm Guttenberg humorvoll in seine Rede auf, bekannte sich, zu den Kritikern zu gehören. Dennoch: Es sei wohl wahrscheinlich, dass Trump noch einige Jahre im Amt sein wird. Deswegen müsse man auch alle Anstrengungen unternehmen, den Kontakt zu den USA zu pflegen. “Nicht das ganze Land besteht aus blonden Wüterichen.”

Die Kundgebung von “KT” zu Guttenberg war  die erste von insgesamt sieben in den kommenden Wochen bis zur Bundestagswahl am 24. September. In allen bayerischen Regierungsbezirken will er für die CSU werben. Guttenberg selbst kandidiert nicht. Ob er das jemals tun wird, ließ er jedoch offen.

Der CSU-Vorsitzende und Bayerns Ministerpräsident Horst SEEHOFER  und Karl-Theodor ZU GUTENBERG, in New York Chairman von Spitzberg Partners LLC, hatten bereits Anfang Oktober 2015 in einem Gespräch “ausgelotet , ob es trotz räumlicher Distanz Möglichkeiten der Mitwirkung Karl-Theodor zu Guttenbergs an maßgeblichen inhaltlichen Diskussionen der CSU gibt.”

Guttenberg legt Wert darauf, dass sein Schwerpunkt weiterhin die Leitung seiner  Investment- und Consulting Firma Spitzberg Partners bleibt und sein Lebensmittelpunkt “auf absehbare Zeit” in den USA bleibt. (Quellen: csu.de/ Frankenpost)

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