Guttenberg prüft bisher unbekannte Berichte

GiNN-BerlinKontor.—Über die “cover-up”-Aktion der bisherigen Führung im Bundesverteidigungsministeriums werden immer mehr Details über die Vorgänge nach dem Luftangriff bei Kunduz / Afghanistan und die anschließende Informazionspolitik bekannt. Unmittelbar nach Bekanntwerden des “deadly airstikes in Kunduz”  beauftragte der Oberkommandierende der von der NATO geführten International Security Assistance Force in Afghanistan (ISAF), US-General Stanley A. McChrystal, den kanadischen Generalmajor C.S. Sullivan mit der Untersucnung des Vorfalls, bei dem – so das Verteidigungsministerium  in Washington D.C. – Berichten zufolge auch Zivilisten getötet oder verwundet wurden. Sullivan koordiniert die ISAF-Luftoperationen in Afghanistan.  In einer ersten Stellungsnahme habe General McChrystal nach Besichtigung der Angriffsfolgen erklärt, “that civilians had been killed or injured in the strike”.  Der Untersuchungskommission des General McChrystal gehörte auch ein deutscher Offizier an.

In der Mitteilung des US Department of Defense (DoD) heißt es,  vor dem Luftangriff auf die am Ufer des Kunduz-Flusses havarierten, von Taliban-Aufständischen “hyjacked”  Militär-Tanklastwagen, hätte der örtliche ISAF-Kommandeur (Oberst Georg Klein) angenommen (believed). dass sich dort keine Zivilisten aufhalten und hätte den Luftangriff “authorized”.  Später hätte sich herausgestellt, dass sich auch Zivilisten unter den Taliban-Kämpfern befunden hätten.  Die Untersuchungen zur endgültigen Klärung des Vorfalles würden jedoch “mehrere Wochen ” in Anspruch nehmen, so das DoD.

THE NEW YORK TIMES meldete die Entlassung des höchsten deutschen Offiziers und Generalinspekteurs der Bundeswehr kommentarlos:  “The chief of staff of the German armed forces Gen. Wolfgang Schneiderhan of Germany quits over airstrike”

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodir ZU GUTTENBERG sagte in Berlin, er  hätte seine erste Bewertung der Vorgänge in Kunduz  “auf der Grundlage des ISAF-Berichtes abgegeben”.  Das sei der einzige Bericht gewesen, der ihm vorgelegt worden sei.  “Ich werde selbstverständlich auch eine Neubewertung der Vorfälle vornehmen auf der Grundlage der Berichte, die mir in einer Gesamtschau gegeben sind”“, so zu Guttenberg.

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