Guttenberg mit Frau bei Soldaten in Afghanistan

GiNN-BerLinKontor.—Bundesverteidigungsminister  Karl-Theodor FREIHERR ZU GUTTENBERG (CSU) reiste am 13.12. gemeinsam mit seiner Ehefrau Stephanie nach Afghanistan, um den deutschen Soldatinnen und Soldaten  die dort im Rahmen der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe (ISAF) Dienst tun,  persönliche Weihnachtsgrüße zu überbringen.  “Es ist ganz wichtig, dass man gerade in der Weihnachtszeit jenen Anerkennung und Unterstützung gibt, die tausende Kilometer von der Heimat entfernt einen harten Dienst absolvieren”, sagte der Minister bei seiner Ankunft. Er wolle  “vor Weihnachten danke zu sagen für den Dienst, der hier geleistet wird und der teilweise zuhause gar nicht so wahrgenommen wird.”

Mit seinem 7. Besuch setzt der deutsche Verteidigungsminister  “sein persönliches Ziel der regelmäßigen Besuche in den Einsatzgebieten der Bundeswehr fort”, so das BMVg. Alle zwei Monate – so oft wie kein Verteidigungsminister vor ihm – reiste zu Guttenberg zu den Bundeswehr-Soldaten im Auslandseinsatz.  Begleitet werden die Guttenbergs von den Ministerpräsidenten Niedersachsens und Sachsen-Anhalts, David McAllister und  Prof. Dr. med.  Wolfgang BÖHMER, Ministerpräsidsent in Sachsan-Anhalt. Zur Delegation gehört auch der TV-Moderator Johannes B. KERNER, der in Afghanistan eine Talkshow mit dem Verteidigungsminister und den deutschen Soldaten aufzeichnete.

Stephanie zu Guttenberg besucht in Afghanistan ein ISAF-Feldlazarett. Die Ministergattin hatte zuvor das „Maiti“-Waisenhaus in Kathmandu/Neapel einen Besuch abgestattet und war dort mit der “Maiti”-Gründerin Anuradha KOIRALA ( CNN: „Hero of the Year“) zusammengetroffen.

Zur Mitreise seiner Frau ins afghanische Kampfgebiet sagte zu Guittenberg:  “Es war ihr eigener Wunsch – und es war ein Wunsch, der immer wieder aus der Truppe geäußert wurde.” Der gemeinsame Besuch solle zeigen, “dass der Einsatz der Soldaten nicht nur politisch getragen wird, sondern darüber hinaus”.

Die Ministerpräsidenten McAllister(Niedersachsen) und Böhmer (Sachsen-Anhalt)  wollen mit ihrer Teilnahme an der Reise den Einsatz der Soldaten aus ihren Bundesländern in Afghanistan würdigen. Von den 8 in diesem Jahr gefallenen Bundeswehrsoldaten waren vier Fallschirmjäger aus der niedersächsischen Garnison Seedorf. MPr Böhmer hatte im Oktober im sachsen-anhaltischen Burg 240 Soldaten des Lokistik-Bataillons 171 nach Afghanistan verabschiedet.

Ätzende Kritik kam von der SPD: Oppositions”führer” Sigmar GABRIEL (SPD) nannte den Besuch “unangemessen”. Es habe sich lediglich um eine “Selbstdarstellung eines Minister”  gehandelt: “Es fehlte nur noch Daniela Katzenberger”, amüsierte sich der SPD-Pop-Beauftragte und SPD-Parteivorsitzende. Auch das Mitglied im SPD-Fraktionsvorstand und der verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer ARNOLD, giftete in der Mitteldeutschen Zeitung (13.12.): “Das passt ins Bild. Guttenberg nutzt die Bundeswehr als Kulisse und Dekoration für seine Inszenierungen.”  Langsam gehe dem Minister jegliches  “Gespür dafür ab, wo die Grenzen sind”.

Ähnlich äußerten sich die Genossen der Linkspartei. Die “Ministergattin” hätte eine “PR-Show auf dem Rücken der deutschen Soldaten aufführt“, so der Sozialistenchef Klaus ERNST. Wen wundert’s? Für den Landesvorsitzende der “CoOp”-Partei der SPD und der Linken in Düsseldorf, DIE LINKE, und seine Parteigenossen   sind unsere in Afghanistan eingesetzen Bundeswehr-Soldaten und Offiziere  “Mörder”.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wies die Kritik an seiner Afghanistan-Reise zurück. Er tue das, was er für richtig halte, um den Soldaten im Einsatz die Anerkennung und die Aufmerksamkeit zu verschaffen, die sie verdienten, sagte er Spiegel Online.

Zur Teilnahme Frau zu Guttenbergs hiess es im Verteidigungsministerium: Stephanie zu Guttenberg wollte den Soldatinnen und Soldaten in der Vorweihnachtszeit die besten Wünsche und die Anerkennung der Heimat für den schweren und gefährlichen Dienst überbringen und ihre Solidarität als Gattin und Mutter ausdrücken. Sie wollte sich auch von der Situation der weiblichen Soldaten im Einsatz ein Bild machen.

Zur Erinnerung: Verteidigungsminister zu Guttenberg ist nicht der erste deutsche Politiker, der seine Frau mit nach Afghanistan nahm. Am 21. Mai 2010 flog auch Bundespräsident Horst KÖHLER demonstrativ mit seiner Gattin in das Bundeswehr-Feldlager Masar-i-Scharif. Köhler sagte damals, er folge dem Beispiel von Verteidigungsminister zu Guttenberg: “Hier fühlen die Soldaten weitgehend: es ist ein Krieg. Und dem werde ich nicht widersprechen.”

Bundesaußenminister Guido WESTERWELLE wird am 15. Dezember eine Regierungserklärung zu Afghanistan abgeben. Eine deutsche Trupenreduzierung wurde für 2012 angekündigt. Die nochmalige Verlängerung des Mandats durch den Deutschen Bundestag ist für  Januar 2011 vorgesehen. Deutschland hat derzeit rund 5000 Bundeswehr-Soldaten in der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe Afhganistan stationiert.

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